09 Tipps Dortmund

09 Tipps zum Sportgucken

Dortmund ist Sportheimat, das ist klar. Fanliebling sind die Jungs im Signal Iduna Park, das ist auch klar. Dabei gibt es in Dortmund so viele tolle Vereine. Mach Dich auf, entdecke, was Dortmund sportlich zu bieten hat. Unsere 09 Tipps zum Sportgucken helfen Dir dabei.

 

01. BVB Handball

In Dortmund lebt nicht nur der Fußball schwarz-gelb. Die Handballdamen des BVB machen ihrem Mutterclub in der 1. Handballbundesliga alle Ehre. Handball ist schnell, hart und unglaublich spannend. Ein Vier-Tore-Rückstand zwei Minuten vor Spielende heißt gar nichts. In null Komma nichts ist ein Spiel gedreht und der Sieger ein ganz anderer. Am 12. Mai geht es in der Sporthalle Wellinghofen gegen den Titelfavoriten Thüringer HC.

 

02. Dortmund Wolverines

Wie, Du weißt nicht, was Lacrosse ist? Das kann Dir Nora, Coach und Spielerin der Dortmund-Wolverines-Damenmannschaft, ganz schnell erklären.

 

Nora: Lacrosse ist ein Sport, bei dem es zur Sache geht. Es ist immer was los. Das Spiel ist sehr schnell. Da muss man schon aufmerksam zuschauen, sonst verpasst man was.

 

Lacrosse ist eine nordamerikanische Teamsportart. Seinen Ursprung hat der Sport bei den amerikanischen Ureinwohnern. Wie beim Handball muss bei Lacrosse das Runde ins Eckige. Der Tennisball-große Hartgummiball wird mit einem Lacrosse-Stick zwischen den Spielern gepasst. Mit hohem Tempo geht es dann auf das gegnerische Tor. Ein cleverer Spielzug, der richtige Wurf – zack, Tor. Herren- und Damenlacrosse haben unterschiedliche Regeln. Irgendwann zu Beginn des letzten Jahrhunderts entschieden Offizielle, dass die wilden Damen zur Raison gebracht werden müssten. Eine Änderung des Regelwerks verbot den Damen fortan jeglichen Körperkontakt bei Zweikämpfen. Während bei den Herren richtig geknüppelt wird, ist Damenlacrosse taktischer und laufintensiver. Bei den Jungs sind Helm und Schutzmontur Pflicht, aber auch Nora und ihre Teamkolleginnen spielen mit Zahnschutz und Schutzbrille.

 

Nora: Was ich am Lacrosse besonders liebe: Es gibt keine Schwalben. Hier heult keiner rum und spielt in der nächsten Sekunde weiter.  Es ist einfach ein ehrlicher Sport.

 

Am 22. April geht’s für die Herren in der 2. Bundesliga gegen die Münster Mohawks. Die Damen, ebenfalls 2. Bundesliga, treffen am 29. April zu Hause auf die Bochum Isotopes. Gespielt wird auf der Außenanlage des TSC Eintracht. Keine falsche Scheu: Auf der Wolverines-Tribüne findest Du immer jemanden, der Dir bei mangelnder Regelkenntnis weiterhelfen kann.

 

03. B2Run

Über 12.000 Läufer waren 2017 beim B2Run in Dortmund dabei. Für ambitionierte Sportler aus der Region ist der jährlich stattfindende Firmenlauf längst liebgewonnenes Ritual. Kollegen bilden Laufgruppen, es werden Trikots entworfen, man trainiert zusammen – eine tolle Sache zur Stärkung des Teamgefühls. Am 7. Mai geht’s dann im Westfalenpark an den Start. Noch einmal tief durchatmen und – go! Im letzten Jahr haben sich die Jungs von Laufsport Buntert aufs oberste Treppchen der Herren- und Einzelwertung gelaufen. (Logisch, so als Experten.) Bei den Damen und in der Gesamtwertung war das Team der Stadt Dortmund am flottesten. Auch 2018 geht’s für die Läufer wieder durch gleich zwei Stadien – den Signal Iduna Park und das Stadion Rote Erde. Durch diese heiligen Hallen zu laufen, ist ein ganz besonderes Gefühl. Und mit der richtigen Unterstützung laufen sich die knapp 7 km umso leichter. Entlang der Strecke gibt es zig Möglichkeiten für Fans und Sportbegeisterte, die Teams anzufeuern. Wir empfehlen ein sonniges Plätzchen im Westfalenpark oder im Stadion Rote Erde.  Ab 16:00 Uhr werden hier die Türen geöffnet. Der erste Startschuss fällt gegen 18:00 Uhr.

 

04. Beachvolleyball im Westfalenpark

Schwupps, da ist er schon da, der Sommer. Und das im April. Mit Temperaturen über 20 Grad ist der Frühling 2018 prädestiniert für Draußensport. An der Beachvolleyballanlage im Westfalenpark kannst Du entweder ganz entspannt mit den Füßen im Sand zuschauen oder direkt mitzocken. Wir versprechen knallharte Waden, viel nackte Haut und verfrühtes Sommerurlaub-Feeling. 

 

05. Dortmund Wanderers

„There’s no crying in Baseball!“, wütete schon Tom Hanks in A League of Their Own. Dabei sind ein paar Tränen gar nicht so abwegig. So ein Baseballspiel kann Dich schon zur Verzweiflung treiben. Zumindest, wenn Du die Regeln nicht kennst. Wenn Du sie dann aber erstmal kapiert hast, ist Baseball-Gucken ein äußerst abwechslungsreiches Erlebnis. Wir haben bei Tom (keine Verbindung zum Namensvetter oben) von den Dortmund Wanderers nachgefragt, was Baseball zu seinem absoluten Lieblingssport macht.

 

Tom: Beim Baseball musst Du alles können: Kraft haben, schnell sein, Explosivkraft haben. Es gibt immer Bereiche in denen man sich persönlich verbessern kann. So richtig heiß her geht es, wenn wir kurz vor Schluss mit drei oder vier Punkten hinten liegen. Da wird sich gegenseitig nochmal voll motiviert. Für diese Momente mach ich den Sport.

 

Tom ist Pitcher (Werfer). Das heißt, er ist derjenige, der vom „Mound“ (Wurfhügel) den Ball zum Catcher (Fänger) oder, wenn’s schlecht läuft, auf den Schläger des Batters (Schlagmann) wirft. (Spätestens an dieser Stelle sollte klar sein, welchem Sprachraum der Sport entspringt.) Wenn Tom Pech hat, schlägt der gegnerische Batter den Ball hinaus aufs Feld. Bis der Ball von Toms Team gefangen ist, hat besagter Schlagmann Zeit, das Basefeld zu umrunden und schlussendlich an der vierten und letzten Base einen Punkt einzusacken. Nach drei „Outs“ verliert die angreifende Mannschaft das Schlagrecht. Dieser Wechsel passiert in einem Spiel 18 Mal. Ein Spiel dauert somit 9 „Innings“. Noch Fragen? Uns schwirrt jetzt schon der Kopf. Mit den Outs fangen wir hier erst gar nicht an. Aber wir sehen’s als Herausforderung. Sportgucken, das heißt auch mal Kopf anstrengen. Am 22. April ist im Hoeschpark Saisoneröffnung. Da bestreitet die 1.Herren der Wanderers das erste Heimspiel der Saison 2018. Da kannst Du Deine neugewonnene Expertise dann in der Praxis anwenden.

 

06. Skaten am Stadtgarten

Klar bist Du schon mal von der U-Haltestelle Stadtgarten gefahren. Aber wusstest Du, dass der Stadtgarten auch einen Skatepark hat? Direkt an der Kreuzung Wallring/Hansastraße. Bei gutem Wetter skaten hier kleine und große Boarder, Kickboarder und Inlineskater. Zuschauen und mitmachen kann jeder. Wann genau die wirklichen Cracks durch die Halfpipe düsen, lässt sich nie genau sagen. Aber das macht den Reiz des Skateboard-Guckens aus. 

 

07. Dortmund Giants

Deutschland ist im Footballfieber. Für den 52. Superbowl schlugen sich diesen Februar Tausende die Nacht um die Ohren. Dabei wäre das doch gar nicht nötig gewesen. Im Hoeschpark kannst du Football live miterleben. Am 13. Mai bestreiten die Dortmund Giants ihr zweites Heimspiel. Kickoff ist um 15:00 Uhr, Gegner sind die Aachen Vampires. Der amerikanische Volkssport hat Wums.  Insgesamt 22 Spieler stehen sich auf dem Feld gegenüber, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Eröffnet der Center den Spielzug, prallen Offense- und Defense-Line aufeinander. Während des Spiels heißt es für die Offense: Meter machen. Ziel ist es, den Ball in die gegnerische Endzone zu tragen. Das nennt sich dann Touchdown und bringt dem Team 6 Punkte. Gespielt werden viermal fünfzehn Minuten. Bei Sonnenschein und lecker Bratwurst gut aushaltbar. Marc ist Defensive Tackle bei den Giants. Das sind meist die größten und stärksten Spieler auf dem Platz. Marcs Ziel ist der Quarterback, der Spielmacher der gegnerischen Mannschaft. Gleichzeitig darf er aber keine Lücken in der Abwehr entstehen lassen.

 

Marc: Das Teamgefühl  beim Football ist etwas ganz Besonderes. Die Mannschaft funktioniert nur als Einheit. Man muss sich 100 % auf seinen Mitspieler verlassen können. Ich sehe die Mannschaft nicht als Team, sondern eher als zweite Familie.

 

Das Gleiche gilt auch für die Dortmund-Giants-Cheerleading-Squad. Bei so einem Elevator mit Wurf musst Du Dich darauf verlassen können, von Deinen Teamkolleginnen auch wieder aufgefangen zu werden. Sonst landest Du ganz schnell auf dem harten Boden der Tatsachen. Die Giants-Cheerleader sind bei jedem Spiel dabei. Sie pushen Mannschaft und Publikum, bis der Hoeschpark kocht. Flickflack und Spagatsprung sind da noch die leichtesten Übungen. Aber – überzeug Dich selbst. 

 

08. Deutsche Poledance Meisterschaft

Poledance? Das ist doch dieses Gehampel an der Stange, mit Ausziehen und so. Ganz und gar nicht. Poledance ist knallharter Leistungssport. Vom 5. bis 6. Mai findet in den Hallen des TSC Eintracht die Deutsche Poledance Meisterschaft statt. Überzeug Dich selbst. Auf der Bühne siehst Du Luftakrobatik at it's best. So komplett durchgestählte Körper haben wir lange nicht gesehen. Medaillen gibt's in verschiedenen Kategorien, teils nach Altersgruppen gestaffelt (von den Junioren bis Ü50), für Männer und Frauen, aber auch Duos. Am Sonntagnachmittag geht's dann sogar um die Quali für die Poledance-Weltmeisterschaft. 

 

09. Boule im Westpark

Von wegen Rentnersport. Im Westpark boulen Jung und Alt Seite an Seite. Täglich sind die Sandfelder gut besucht. Irgendjemand bringt ein Set Kugeln mit und los geht’s. Hier kannst Du zuschauen oder gleich mitmachen. Für Unterhaltung ist immer gesorgt. Ein ums andere Mal muss hier ausdiskutiert werden, welche Kugel denn nun näher an der Zielkugel liegt. Live-Theater zum Mitschmunzeln.  Nebenan im Café Erdmann gibt’s dann noch ein kühles Blondes. Hach, perfekter Nachmittag. 

 

 

 

Fotocredits: B2Run (©B2Run), Dortmund Wanderers (©Jörg Klause), Dortmund Giants (©Josephine Viviane Schupp), Poledance (©Sebastian Kuse)