Familie Dortmund

Stadtteilsafari

Genießen, Probieren, Eskalieren - die Ausgehszene im Dortmunder Unionviertel ist so vielschichtig wie die Viertelbewohner. Hier kannst Du speisen wie ein König, feiern wie des Königs Tochter und Bier gibt’s auch. Wir haben Dir unsere absoluten Ausgeh-Tipps in einer üppigen und doch erlesenen Stadtteilsafari zusammengeschrieben.

 

Foodporn am U

Es geht heiß her im Gewölbekeller des Dortmunder Us. So ein Steak muss kräftig schwitzen, bis es auf dem Genießerteller landet. Schockschwitzen heißt die Devise, damit das gute Stück so saftig und zart wird, wie wir’s von EMIL Küchenchef Sebastian Felsing gewohnt sind. „Schluck“ – schon beim Gedanken läuft uns das Wasser im Munde zusammen. Wer im Unionviertel Lust auf gehobene Küche hat, der geht in den Keller. Im Emil wird ganz groß aufgetischt. Du hast die Qual der Wahl zwischen Premiumbeef aus aller Herr*Innen Länder, schmackhaften Fischkreationen und Ausnahmekompositionen wie … gefülltem Wirsing? Der schnöde Titel täuscht, schaut man sich die Füllung mal genauer an: Apfel, geröstete Zwiebel, Belugalinsen, Jaipur-Curry – Gaumenschmaus! Anfang März veranstaltet das EMIL wieder ein Gin-Tasting. Diesmal mit ausschließlich deutschem Gin. Sicher Dir fix ein Ticket. Die Teilnehmerplätze sind heiß begehrt.

 

Schwabenhappen vor Blumenwiese

Haben wir uns gefreut, als Jessica und Florian im letzten Jahr ihr LABSAL eröffnet haben. Ein knappes halbes Jahr ist rum und wir sind immer noch ganz entzückt. Im Labsal ist es so schön urig, so unglaublich gemütlich. Schwäbische Küche unter Topfpflanzen-Dach und vor tapezierter Blumenwiese – spitzen Idee. Florian zaubert Dir wöchentlich etwas Neues auf die Gabel. Wenn es die Küchenchefs mal wieder packt, werden Gerichte aus Nah und Fern einfach eingeschwäbelt. Super, dass wir diejenigen sind, die so ein Schwabencurry dann auslöffeln dürfen. Immer da sind die Labsal-Klassiker Kässpätzle und Salat mit gebratenen Maultaschen. Auch der süße Zahn kommt  im Labsal nicht zu kurz. Jessicas Backkünste heben Dich in den siebten Kuchenhimmel. Natürlich immer mit veganer Option und mit viel Rücksicht auf Unverträglichkeiten. Alle paar Wochen ist Musikzeit im Labsal. Da werden Stühle und Tische in den Hinterhof verbannt und Du hast die Chance den Sound von Bands wie Sugar Candy Mountain (09.04.) oder Levitation Room (14.05.) kennenzulernen. Weitere Infos und Veranstaltungen findest Du hier.

 

Entschleunigung à la Union

Du hast Dich so verändert… Wie schön! Was sich in den letzten Jahren am Union Gewerbehof getan hat ist unglaublich. Immer mehr Kreativunternehmen siedeln sich in den alten Verwaltungsgebäuden an. In den Werkstätten wird gebaut, gebastelt, es finden Workshops statt. Der Unionhof ist Kreativzentrum. Du suchst einen Grund um hier einfach mal um die Pöste zu stromern? Wie wär’s mit einem Besuch im HOFCAFÉ Unionviertel? Es warten Dinkelwaffeln, selbstgebackene Kuchen und weitere süße Verführer. Das Hofcafé hat ein täglich wechselndes Mittagsangebot; mal ein Süppchen, mal ein Pfannenallerlei. Alles ohne Zusatzstoffe, vegan, vegetarisch und mit Liebe zubereitet. Montag bis Freitag ist geöffnet. Bei gutem Wetter kannst Du hier super Sonne tanken; natürlich mit Gewürzchai in der Hand und dem Hintern im Strandkorb. Füße hoch und die Welt ist in Ordnung. Wie die Tageskarte in der nächsten Woche aussieht, erfährst Du hier.

 

Ihr seid doch total Banane

Die Wände gespickt mit Bandpostern, in der Ecke eine alte Föhnhaube, daneben ein Schalgzeug und überall Totenköpfe. Das CAFÉ BANANE wurde vor 26 Jahren von Idiots Frontmann und Punk-Urgestein Sir Hannes Schmidt eröffnet. Vor 14 Jahren übernahm dann Kristina das Kleinod an der Rheinischen. Seitdem hat sich im Unionviertel einiges verändert. Viele kamen und gingen. Was feststeht: Das Café Banane ist Kult. Hast Du Dich nicht auch schon immer gefragt, wo die Rockstars nach ihren Konzerten in der Westfalenhalle abhängen? In der Banane natürlich. Die Wände im langen Schankraum sind überzogen mit Kritzeleien und Widmungen von kleinen und großen Musikstars. Dieser Laden atmet Rock’n Roll. Hier bist Du als Musikfan angekommen. Oben von der Bar blickt Bowie selbst auf Dich herab. Zu gegebenem Anlass mixt Kristina einen ganz besonderen Cocktail. „Chinagirl“ heißt der Tropfen - ein Café Banane Orignal. Das Teufelszeug ist rot und mit Gin; total lecker und ein angemessenes „Auf Bowie“-Getränk. Wir finden Kristina und ihren Laden sau sympathisch. Komm vorbei zu einem der vielen Live-Gigs, Rock’n Roll-Karaoke oder einfach auf einen hausgemachten Mexikaner. Ab Sommer kann auch wieder hinten im Biergarten gesessen werden, bis auf Weiteres „musst“ Du noch mit den Kuschelsofas im Inneren Vorlieb nehmen. 

 

Burger, Baby!

Im OLAF'S gibt's Burger. Verdammt gute Burger. Die Brioche-Brötchen sind selbst gebacken, das Fleisch ausschließlich von Neuland-Rindern und die Pommes frisch gestanzt, aus echten Kartoffeln. Olaf, Chef im Olaf's (logisch), macht Slow Food und das aus Überzeugung. Olaf hat künstliche Zusatzstoffe fast gänzlich von seiner Karte verbannt. Der Geschmack ist trotzdem da - und wie! Wir haben uns an einen Pulled Pork Burger gewagt und sind jetzt noch ganz wuschig vor Genuss. Dauerbrenner sind im Olaf's aber die Rippchen. Nach denen kann man sich nur die Finger lecken - sprichwörtlich. Für Dein persönliches Rippchenfest solltest Du aber auf jeden Fall vorbestellen.

Das neuste Ding im Olaf's: Foodpairing. Jede Woche gibt es ein anderes Craft Beer im Angebot. Olaf kocht so, dass Bier und Burger perfekt harmonieren. Hier findet ihr Infos zur nächsten Woche.

 

Frühling ist Eiszeit

„Bibber.“ - Die aktuellen Temparaturen verleiten zu Allem, nur nicht zum Eisessen. Aber bei KUGELPUDEL schmeckt’s doch so lecker. Ja, das stimmt und reinsetzen kann man sich ja auch, auf’s Lammfell sogar. Bei Kugelpudel schlägt das Veganerherz gradezu Purzelbäume. Sorten wie Orange und Erdbeere gibt’s ganz ohne Milch, aber genauso cremig. Milchfans können sich auf Kokos oder Jasmin in Love freuen. Inhaberin Julia investiert viel Zeit in ihre Eiskreationen, die sie im Bochumer Eislabor gemeinsam mit Eismacher Robin produziert. Ist Dir das Eis im Moment doch noch zu kalt, versuch’s mal mit einem Kugelpudel Milchreis oder einem Stück Kuchen. Hartgesottene können sich mit ihren Köstlichkeiten auch in den süßen kleinen Garten, hinten dran, setzen.

 

Gleich gegenüber, auf der anderen Seite der Rheinischen Straße, besteht das EISCAFÉ ANGELO seit über 40 Jahren. Bei Familie Losego steht Qualität im Vordergrund. Ob klassisches Spaghettieis oder drei Kugeln to go – Eis bei Angelo ist immer ein Genuss. Besonders Mama Silvana experimentiert gerne in ihrer Eisfabrik und zaubert die abgefahrensten Varianten hervor. Über die Wintermonate wurde im Café fleißig renoviert. Wir sind gespannt wie’s hier bald aussieht. 

 

Pils, bitte!

Ach, du schönes Pilsbier. Dortmund ist unsere Perle, aber noch schöner wird sie, mit einem herben Tröpfchen auf der Zunge. Über die Jahre ist der BERGMANNKIOSK von einem praktischen Ausschankort zu einem Punkt des Verweilens geworden. Was hier an lauen Abenden abgeht, lässt sich sonst nur mit Happenings in Berlin Kreuzberg vergleichen. Wir können uns nichts Schöneres vorstellen,  als hier in bester Gesellschaft, ein um das andere Fläschchen zu zischen. Freitags und Samstags ist am Kiosk immer volles Haus. Der retro-Style des Büdchens  hat auch einfach Charme. Diese authentisch verflieste Front – ein Überbleibsel aus einer Zeit, in der Pragmatismus noch König war. Auswählen kannst Du am Fenster zwischen Pils, „Spezial“, dem Adam oder einem hübschen Craft Beer. Das Bergmann „Hopfensünde“ fragt: Kann denn Hopfen Sünde sein? In Dortmund niemals. Geht’s für Dich noch weiter in den nächsten Club, ist so ein Bergmann 0,3 auch ein klasse Fußpils. Prost!

 

Biyani, Rotti und Co.

Unionviertel, das heißt multikulti. Die Rheinische Straße ist die Heimat einer großen südasiatischen Community. Zwischen der Kreuzung Möllerstraße und der U-Haltestelle Heinrichstraße; kommt man kaum umhin, irgendwann in ein sri-lankisches oder indisches Restaurant zu stolpern. Wir haben uns durchprobiert. SWEET CHILLIS Currys sind einfach unschlagbar. Hier musst Du Dich nicht einmal für ein einzelnes Curry entscheiden. Nimm einfach ein Menü mit drei kleinen Curryvarianten. Die kleinen Töpfchen sehen erst nicht nach viel aus; in Kombination mit dem traditionellen Chapati-Brot, bist Du am Ende aber pappsatt. Chapati, das sind Crêpe-ähnliche Mehlfladen. Die kannst Du nutzen, um Deine Curry’s ganz ohne Besteck zu verspeisen. So richtig authentisch und total lecker. Sweet Chilli hat ein tolles vegetarisches und veganes Angebot. Ob Fleischesser oder Fleischverweigerer, vorbeischauen lohnt sich. Ein paar Meter weiter, bei AMMA's geht genauso orientalisch und lecker weiter. So ein Vaiban-Quarkbällchen lässt sich auch super zwischendurch vernaschen. 

 

Am meisten überrascht wurden wir wohl im RUANTAHI THAI IMBISS. Das kleine Restaurant versteckt sich etwas unscheinbar, hereingedrückt in ein Wohnhaus an der Kreuzung Rheinische Straße/Möllerstraße. Viel Platz zum Sitzen ist drinnen nicht und Draußensitzen ist im Frühling einfach keine Option. Erstmal hereinspaziert, fühlen wir uns aber direkt pudelwohl. Es ist warm, gemütlich und überall lässt sich so viel Krimskrams entdecken. Komplett für sich gewonnen hat uns der Laden als es an die Getränebestellung ging. „Bier könnt ihr euch drüben beim Kiosk holen. Ist da günstiger“. Zuerst verdutzt und dann begeistert folgen wir der Anweisung. Wie typisch Thai einfach. Die Ente mit Erdnusssauce, die wenige Minuten später vor uns steht ist vorzüglich. Der Reis wird stilecht in einem hübsch verzierten Topf gereicht. Wir sind zwar bis oben hin voll, würden aber so gern weiter essen. Einfach weil’s hier so lecker schmeckt. Toll, dass es alle Gerichte auch zum Mitnehmen gibt. Dann können wir hier noch öfter vorbeischauen.

 

Bist Du eher so der fruchtige oder der nussige Typ?

Das AGÁTA-Team interessiert nicht nur Geschmack, sondern auch, wo ihre Kaffeebohnen herkommen. Hier kannst Du Dir sicher sein, dass der Kaffee den Du trinkst unter fairen Bedingungen angepflanzt und und gehandelt wurde. Schick deine Zunge auf Weltreise – entlang des Rio Aruco (Honduras), über die Hochebenen von Yirgacheffe (Äthiopien), bis hin zur brasilianischen Küste. Den Kaffee gibt’s auch zum Mitnehmen. Inklusive Info zu Produzenten, zu Geschmacksnoten und zur individuellen Röstung. Im Agáta-Cafe kannst Du über das schwarze Gold fachsimpeln: Welcher Kaffee passt zu Dir? Und was ist nun eigentlich ein Pour Over? Kaffee trinken bei Agate ist nicht schnell reinpfeiffen, Koffeein tanken – hier sollst Du genießen und das in einer kuscheligen Atmophäre. Du willst noch mehr Input? Dann melde Dich doch einfach zu einem Kaffeeseminar an. Weitere Infos findest Du hier.

 

Drinks und Massagen

Das MISSIN' LINK ist ein zweites Wohnzimmer. Und das liegt nicht nur an den vielen Polstermöbeln. Kim hat die Kneipe an der Ecke zu einem Ort gemacht, in dem man sich zu Hause fühlt. 2015 hat sie das Lokal an der Langen Straße übernommen. Heute ist das Missin‘ Link Treffpunkt für alte Bekannte und ein Ort, um neue Freundschaften zu schließen. Am besten geht das beim Kneipenquiz. Da herrscht im Missin‘ Link absolute Wettbewerbsstimmung. Handys sind natürlich verboten. Anmelden geht nur am Quizabend. Kleine Teams können sich zu größeren zusammentun. Es ist ein nettes Miteinander im Missin‘ Link. So richtig entspannt wird es aber zu Kim’s „NeckU“-Parties. Da gibt’s zu jedem Cocktail eine gratis Nackenmassage. Ausgeführt wird das Ganze von Sandra, ihres Zeichens Physiotherapeutin. Doch... so ein bisschen verspannt sind wir ja schon. Einmal durchgeknetet, kannst Du vor dem wärmenden Kamin Platz nehmen, Konzerte gibt’s hier auch und DJ-Einlagen. Die nächste „Funky Night“ findet morgen (24.02.) statt. Da gibt’s die volle Packung Plattensound.  

 

Und wenn die Nacht immer dunkler wird

…und Du so richtig die Sau raus lassen willst – mach Dich auf zur MARLENE. Immer freitags und samstags, ab 22:00 Uhr, werden Dir Tür und Tor geöffnet. Tritt ein in Marlenes Neonwelt und 'dance like nobody’s watching'. Der DJ spielt Dir den Beat. Tanz zu Classics und dem neusten Zeug, bis der Morgen graut.