Familie Dortmund

Silvester: Tschüss 2020 – und Hallo 2021!

Das neue Jahr mit Ruhe und Hoffnung angehen – das ist der feste Vorsatz unserer Gast-Autorin Alexandra. Jetzt ist die Zeit, Bilanz zu ziehen sowie neue Wünsche und Ziele zu formulieren. Wie Ihr Eure Gedanken ordnen und gelöst mit der Familie ins neue Jahr starten könnt, dazu hat sie ein paar Tipps.

 

Ein Gastbeitrag von Alexandra Kryaneva – Mutter von zwei Kindern und begeisterte Reise-Berichterstatterin, auch über Dortmund (www.ichwohnehier.com). Ausführlich stellt sie sich hier vor.

 

Ihr Lieben,

 

Weihnachten ist vorbei, die letzten Plätzchen sind verputzt und es liegen keine Geschenke mehr unter dem Tannenbaum. Die Zeit zwischen den Jahren verbringen viele in dem Versuch, noch schnell die letzten Dinge auf der To-do-Liste des Jahres zu streichen – und nehmen sich viel zu viel vor. Denn auch wenn wir alle wissen, dass am 1. Januar das Leben nicht von vorne anfängt, versuchen wir es trotzdem und melden uns für einen neuen Yoga-Kurs an oder misten die Schränke aus.

 

Ich muss zugeben, dass die Adventszeit für mich ziemlich anstrengend war: Die vielen Deadlines zuletzt sowie die viele Zeit mit den Kids zuhause haben Kraft gekostet. Deswegen habe ich mir vorgenommen, die Zeit zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr zu genießen und alles entspannt anzugehen. Deswegen leuchtet unser selbst geschlagener Tannenbaum morgens früh manchmal immer noch und die Pyjamas werden oft erst nach dem Mittagessen ausgezogen. Unser weitester Ausflug der vergangenen Tage war bis in die Innenstadt, um einen Cappuccino im Neues Schwarz zu trinken.

 

Lasst uns nicht vergessen, dass wir immer noch in 2020 leben – ein Jahr, in dem wir in der Auswahl unserer Freizeit-Aktivitäten sehr eingeschränkt sind und häufig darum kämpfen, Normalität zu erleben. Deswegen bin ich dafür, mit Ruhe und Hoffnung in 2021 zu starten. Und das fängt schon mit einem gutem Rutsch an. Hier kommen also ein paar Ideen, wir Ihr an Silvester einen schönen ruhigen Abschied von diesem merkwürdigen Jahr nehmen könnt:

 

1. Überlegt, ob das Jahr 2020 wirklich so schrecklich für Euch war!

 

Ich finde es ganz toll, sich richtig Zeit zu nehmen, um einen Blick zurück zu werfen. Das lohnt sich. Und bevor Ihr dieses Jahr final auf die schwarze Liste setzt: War es für Euch wirklich so schrecklich?

 

Am besten nehmt Ihr Euch ein großes Blatt Papier oder sogar ein Stück Tapete, macht eine große Kanne Tee, setzt Euch zusammen – und fangt an, Eure schönsten Erinnerungen und Erlebnisse als Familie aufzuschreiben und zu malen. Am Anfang kann es klemmen, aber letztlich werdet Ihr eine schöne Collage vor Euch liegen haben. Ein Jahr voller Herausforderungen muss nicht automatisch schrecklich sein. Denn wir alle haben wohl viel über uns gelernt. Nehmt das als eine Erfahrung mit. Niemand wird uns ein zusätzliches Jahr schenken...

 

Für meine Familie war 2020 nicht so schlimm. Ja, ich habe meine Eltern seit über einem Jahr nicht gesehen. Ja, Verwandte aus Russland sind an Covid-19 erkrankt – es ist aber alles gut ausgegangen. Und ja, wir könnten nicht so häufig reisen, wie wir es gewohnt sind. Aber dafür haben wir eine neue Perspektive auf uns vier entdeckt, viel Zeit zusammen verbracht und es trotzt Schwierigkeiten geschafft, zusammen zu halten.

 

Ich habe einen Blog über Dortmund (www.ichwohnehier.com) etablieren können, was ich mir vor einem Jahr gar nicht hätte vorstellen können. Wir haben endlich die Umgebung, in der wir wohnen, wirklich wahrgenommen und sie nach und nach erkundet. Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn ich jetzt Antworten auf Fragen habe wie "Wo gibt es den besten Käse in Dortmund zu kaufen?" oder "Wo können wir einen Esel besuchen?". Ich hoffe, bei vielen von Euch hat das Jahr 2020 ebenfalls schöne Erinnerungen hinterlassen.

 

 

2. Schickt Euch einen Brief mit Euren Zielen, Wünschen und Träumen für 2021!

 

Nach dem Rückblick auf 2020 könnt Ihr direkt auf einem anderen Blatt die Ziele, Wünsche und Träume Eurer Familie für das nächstes Jahr auflisten. So könnt Ihr auch in 12 Monaten schauen, was davon tatsächlich eingetreten ist. Hier eine spannende Idee: Steckt diese Wünsche in einen Briefumschlag, bewahrt ihn gut auf und schickt ihn erst kurz vor Jahresende an Euch selbst. Die Überraschung wird groß sein und es macht Spaß, dann gemeinsam Bilanz zu ziehen.

 

 

3. Macht einen schönen Ausflug oder Spaziergang!

 

Ein langer Spaziergang in der Natur ist für mich einer der besten Möglichkeiten zur Ruhe zu kommen und meine Gedanken zu strukturieren. Frische Luft und vielleicht sogar Schnee (die Hoffnung ist bei mir immer da) sind schöne Begleiter, um sich von einem Jahr zu verabschieden und in das neue zu schauen.

 

 

4. Silvester zweimal feiern!

 

Ich habe Euch in meinem Blog-Beitrag zu Weihnachten erzählt, dass wir normalerweise über Silvester in meine Heimatstadt fahren – nach St. Petersburg in Russland. Da es dieses Jahr nicht möglich ist, haben wir uns mit unseren Verwandten dort zu einer Silvester-Feier per Video-Chat verabredet.

 

Mittags legen wir dann ein ausgiebiges Schläfchen ein, damit die Kinder abends länger wach bleiben dürfen. Danach kochen wir etwas Leckeres. Und dann wird mit den Großeltern digital gefeiert. Das Beste ist: Wegen des Zeit-Unterschieds werden wir den Einstieg ins Jahr 2021 zweimal feiern können – es liegen nämlich zwei Stunden zwischen Dortmund und St. Petersburg.

 

Falls Ihr keine Verwandten oder Freunde habt, mit denen Ihr Silvester auf diesem Weg doppelt feiern könnt – kein Problem: Sucht Euch einfach irgendein Land aus. Vielleicht eins, zu dem Ihr irgendeine Beziehung habt. Das bietet Euch auch die Chance, etwas früher mit dem Countdown zu starten, sodass die Kinder nicht all zu lang wach bleiben müssen, falls sie noch kleiner sind.

 

 

Ihr möchtet weitere Eindrücke von meinem (Familien-)Leben in Dortmund bekommen? Dann schaut mal auf meinem Instagram-Kanal @ich_wohne_hier vorbei.

 

Ich wünsche Euch, dass das neue Jahr Euch allen viel Freude, Normalität und inneres Gleichgewicht bringt. Bleibt gesund – und einen guten Rutsch!

 

Eure Alexandra