Familie Dortmund

Nikolaus: Nicht immer der selbe Stiefel

Nikolaus nähert sich mit großen Schritten. Da wird es Zeit, die eigenen Schuhe zu putzen. Doch was können wir für die Kinder Schönes in die Stiefel packen? Wie viele und vor allem welche Geschenke sind sinnvoll? Unsere Gastautorin Alexandra hat da ein paar Gedanken und Ideen zusammengetragen.

 

Ein Gastbeitrag von Alexandra Kryaneva – Mutter von zwei Kindern und begeisterte Reise-Berichterstatterin, auch über Dortmund (www.ichwohnehier.com). Ausführlich stellt sie sich hier vor.

 

Ihr Lieben,

 

vor ein paar Tagen hat meine Tochter Olivia mich gebeten, einen Brief an den Nikolaus zu schreiben – mit einer Liste all der Geschenke, die sie und ihr kleiner Bruder sich wünschen. Ich habe ihr daraufhin erklärt, dass sie einfach nur ihre Schuhe gut putzen und vor die Tür stellen soll. Wie die Jahre zuvor. Da hat sie mich gefragt, ob ich ihr dann wenigstens meine Stiefel ausleihen könnte – denn die sind natürlich größer und da passt mehr rein. :D

 

Die Weihnachtsvorfreude ist bei uns zu Hause gerade sehr stark. Mit Kindern erleben wir Erwachsene diese Zeit auch intensiver und tauchen selbst in die Welt der Geheimnisse und Überraschungen ein. Zum Glück müssen die Kleinen (aber auch die Großen) nicht bis zum Heiligabend mit dem Auspacken der Geschenke warten, denn am 6. Dezember haben wir ja noch den Nikolaustag.

 

Den Hintergrund werden die meisten zumindest teilweise kennen: Der Heilige Nikolaus mit dem roten Mantel, der vor vielen hundert Jahren in dem Land lebte, das wir heute Türkei nennen, bringt den Kindern kleine Geschenke. Am Abend vor dem 6. Dezember werden die Schuhe geputzt und vor die Haustür gestellt – in der Hoffnung, dass die Stiefel am nächsten Morgen prall gefüllt sind. Während die braven Kinder nichts zu befürchten hatten, lebten die unartigen Kinder früher in der Sorge, dass sie statt Geschenke einen Besuch vom strengen Knecht Ruprecht bekommen. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Denn Kinder müssen auch mal "unartig" sein!

 

Falls Ihr – oder Eure Kinder – mehr über den Heiligen Nikolaus erfahren möchtet, dann empfehle ich Euch diese kleine Geschichte aus der Sendung mit der Maus.

 

Mittlerweile werden auch größere Geschenke am Nikolaustag vor die Tür gestellt, um die Zeit bis Weihnachten zu überbrücken. Aber muss das wirklich sein? Der Konsumswahn sagt: ja. Ich hingegen glaube, dass dieses Warten einem guten Zweck dient: Die Kinder lernen, Geduld zu haben, sich weiter auf Heiligabend zu freuen sowie Geschenke und Traditionen wertzuschätzen.

 

Und noch ein Tipp an alle Eltern: Sich selbst zu überlegen, was in die Stiefel kommen kann, macht viel mehr Freude als fertig gefüllte zu kaufen!

 

Ich habe für euch ein paar Ideen zusammengeschrieben, womit Ihr – neben den Klassikern wie Mandarinen und Schoko-Nikoläusen – Eure Kinder begeistern könnt. Klar, zu naschen gehört am Nikolaustag dazu. Allerdings gibt es auch leckere Sachen, die etwas gesünder sind:

 

- selbst gebackene Plätzchen

- knackige Äpfel oder Granatäpfel, die man anschließend gemeinsam schälen kann (eine ganz spannende Sache!)

- auch bei Nüssen (soweit verträglich) ist es für Kinder ein sehr großer Spaß, sie mit der gesamten Familie zu knacken und zu knabbern

- Rosinen, getrocknete Aprikosen oder Pflaumen sowie Feigen oder Mango sind nicht künstlich überzuckert

- leckere Frucht- oder Müsliriegel

- wenn schon Gummibären, dann bitte fairtrade und ohne Zusatzstoffe oder zugesetzten Zucker

 

Bei uns werden die Stiefel nicht ganz voll gemacht. Dafür dürfen sich Olivia und Maxi ein kleines Geschenk wünschen. Dabei ist ganz klar, dass es nur um ein kleines Geschenk geht! Es muss ja auch noch in die Schuhe passen. ;) Hier sind ein paar Ideen, was das sein könnte:

 

- Bienenwachskreide zum Malen

- eine Packung Knete

- Pinsel

- kleine Bücher

- Ausstechformen für Plätzchen

- ein schöner Kinder-Badezusatz

- Murmeln

- warme Socken oder Handschuhe

- Reflektoren fürs Fahrrad oder Laufrad

- Stempel

- ein Gutschein für eine gemeinsame Aktion wie Weihnachts-Deko basteln, Plätzchen backen, heiße Schokolade trinken – oder dafür, dass die Kleinen mal länger wach bleiben dürfen

 

In diesem Jahr hat sich Olivia einen bunten Ordner gewünscht, in den sie ihre Bilder einordnen kann. Das wird ihr der Nikolaus ganz bestimmt gönnen! =)

 

Falls Ihr noch mehr Action haben möchtet: Es gibt trotz Corona die Möglichkeit, den Nikolaus persönlich zu treffen und von ihm eine kleine Überraschung zu bekommen. Zum Beispiel auf Hof Mertin in Grevel – am Sonntag, den 6. Dezember, von 10 bis 16 Uhr. Natürlich unter jeglicher Einhaltung des Hygienekonzepts! Die Schuhe, die befüllt werden sollen, müssten dann aber vorher am 3. oder 4. – natürlich geputzt – vor Ort abgegeben werden. Mitmachen kostet nichts, Spenden werden allerdings gern gesehen und kommen dem Kinderhospiz in Dortmund zu Gute. Mehr Infos zum Besuch des Nikolauses auf Hof Mertin findet Ihr hier.

 

Schaut auch gerne mal auf meinem Instagram-Kanal vorbei.

 

Ich wünsche euch einen schönen Nikolaustag!

 

Eure Alexandra