Familie Dortmund

Erfahrungen und Stöcker sammeln im Wald

Ein Ort, an dem Kinder nicht nur tolle Erfahrungen, sondern auch viele Stöcker sammeln können? Ganz klar: ein Wald. Wenn es zudem noch Tiere zu füttern gibt, ist der Ausflug perfekt. Unsere Gastautorin Alexandra war diesmal mit ihrer Familie im Wildgehege Hohenstein in Witten. Hier ihr Bericht.

 

Ein Gastbeitrag von Alexandra Kryaneva – Mutter von zwei Kindern und begeisterte Reise-Berichterstatterin, auch über Dortmund (www.ichwohnehier.com). Ausführlich stellt sie sich hier vor.

 

Ihr Lieben,

 

momentan sind wir fast jedes Wochenende unterwegs, um irgendwo Tiere zu besuchen. Während der jetzigen Situation mit dem Lockdown sind Wildgehege eine der wenigen Möglichkeiten dafür. Vor einem Jahr noch habe ich gar nicht gewusst, dass es so viele davon rund um Dortmund gibt.

 

Diese schöne gemeinsame Familienzeit hilft uns sehr dabei, aus dem Alltag rauszukommen und einen klaren Kopf zu kriegen. Meist kombinieren wir einen Spaziergang durch den Wald damit, Rehe zu füttern oder uns Wildschweine anzuschauen – wunderschöne Ausflüge sind das! Und wenn wir dafür gar nicht lange im Auto sitzen müssen, macht es noch mehr Spaß.

 

Vergangene Woche sind wir nach Witten gefahren – ins Wildgehege Hohenstein. Viele von Euch kennen es bestimmt wegen des Streichelzoos. Während aber der Zoo momentan geschlossen ist, kann das Gehege weiterhin besucht werden. Davon möchte ich euch heute gerne berichten.

 

Ich bin fest davon überzeugt, dass es kein schlechtes Wetter gibt – wir müssen uns einfach passend anziehen. Deswegen sind Matsch- und Regenklamotten im Herbst und Winter ein Muss, wenn wir durch den Wald gehen. Unser Auto haben wir auf dem Wanderparkplatz Kohlensiepen geparkt. Dort kann es ziemlich voll sein: Der Parkplatz ist sehr beliebt bei Extrem-Radlern, die gerne ganz schnell mit ihren Fahrrädern durch den Matsch im Bergwald Witten fahren. Spannend war es zu beobachten, wie gründlich die Räder danach von ihren Fahrern sauber gemacht werden, bevor diese ins Auto dürfen.

 

Von dem Parkplatz läuft man 15 Minuten über einen zwar asphaltierten, aber hügeligen Weg Richtung Wildgehege. Schnell haben wir einen Zaun gesehen, an dem wir uns orientieren konnten. Wenn Ihr einfach entlang dieses Zauns lauft, kommt Ihr am schnellsten zu den Tieren. Die Strecke ist schön, aber ziemlich belebt – vor allem am Wochenende. Entlang des Zauns liegt auch das Lehrbienenzentrum Hohenstein. Hier gibt es viele Information zu Bienen und deren Leben. Spannend für die Kleinen!

 

Das Wildgehege hat zweit separate Teile: Auf der einen Seite findet Ihr Rehe und Hirsche und auf der anderen Wildschweine. An den Futterautomaten könnt Ihr eine Packung für 1 Euro ziehen. Wichtig: Die Automaten wechseln nicht. Am Gehege lohnt es sich, sich einfach ruhig an den Rand zu stellen. Mit ein wenig Geduld kommen die Rehe näher. Wenn sie es tun, ist es eine wunderschöne Erfahrung!

 

Als wir uns auf den Weg nach Hause gemacht haben, haben wir dann einen riesengroßen Hirsch gesehen. Er hat mit seinem Geweih einen ganz großen Ast vor sich her geschoben. Solche Erlebnisse sind so wertvoll und die Kinder reden noch Tage später davon. Ja, die so gesammelten Erfahrungen – und Stöcker – bleiben uns lange erhalten. ;)

 

Die meisten Wege rund um das Wildgehege sind einfach zu laufen, auch mit dem Kinderwagen. Allerdings solltet Ihr dabei auf die nassen Blätter achten. Besonders bei Gefälle – an manchen Stellen geht es stracks bergauf und bergrunter.

 

Mit rund anderthalb Stunden dauert dieser Ausflug nicht lange. Das Wildgehege Hohenstein liegt ja auch nur etwa 30 Minuten von Dortmund entfernt. Unsere Route könnt Ihr gerne nachlaufen.

 

In den Stories auf meinem Instagram-Kanal zeige ich Euch weitere Eindrücke von unserem Spaziergang. Schaut gerne mal rein!

 

Bis nächste Woche,

 

Eure Alexandra