Familie Dortmund

Rehe beobachten im Süggelwald!

Wusstet Ihr, dass Rehe nasse Nasen haben? Unsere Gastautorin Alexandra war mit ihren Kindern im Süggelwald im Dortmunder Norden. Da könnt Ihr diese scheuen Tiere füttern und streicheln. Und eine Runde durch den herbstlichen Wald drehen. Also schnell noch hin, bevor das kein Geheimtipp mehr ist!

 

Ein Gastbeitrag von Alexandra Kryaneva – Mutter von zwei Kindern und begeisterte Reise-Berichterstatterin, auch über Dortmund (www.ichwohnehier.com). Ausführlich stellt sie sich hier vor.

 

Hi, Ihr Lieben!

 

In den vergangenen Tagen hat uns der November mit wunderbarem Wetter beschenkt und ich bin mir sicher, dass Ihr ebenfalls die Möglichkeit genutzt habt, um die Sonne und und den goldenen Herbst zu genießen.

 

Meine Familie und ich haben jedenfalls versucht, das Beste daraus zu machen. Zuletzt sind wir im Süggelwald gewesen – und davon möchte ich euch erzählen. Am Sonntag war es sonnig und der ganze Wald stand in goldenem Licht, die Blätter auf dem Boden bildeten einen Teppich und wir haben schöne Rehe gesehen. All das hat ein märchenhaftes Gefühl bei mir hinterlassen.

 

Zum ersten Mal habe ich vom Süggelwald im Frühling gehört, als ich während des ersten Lockdowns nach Möglichkeiten gesucht habe, etwas mit Kindern zu unternehmen – durch Zufall. Ein Rehgehege innerhalb Dortmunds? Wir haben uns mit dem Rad auf den Weg gemacht, diese scheuen Tiere zu sehen. Als ich im Anschluss an unseren tollen Ausflug mit voller Begeisterung auf Instagram berichtet habe, haben viele geschrieben, dass sie den Ort auch nicht kennen. Hörte sich also nach einem Geheimtipp an.

 

Da es uns so gut im Süggelwald gefallen hat, sind wir auch über den Sommer ein paar Mal hin gefahren. Manchmal haben wir viele Rehe um uns gehabt, manchmal wollten sie uns nicht besuchen – so ist es halt bei diesen Tieren. Jedenfalls hatte ich mich bereits darauf gefreut, diesen Wald im Herbst zu erleben. Am Sonntag war es dann soweit: Wir haben ein paar Snacks gepackt und sind Richtung Norden gefahren, nach Eving zum Süggelwald.

 

Das Naturschutzgebiet Süggel liegt im Dortmunder Norden an die Grenze zu Brechten. In diesem Wald stehen viele Buchen, die im Herbst für besonders schöne Farbtöne sorgen. Aber das Highlight ist natürlich das Rehgehege!

 

Der Süggelwald ist einfach zu erreichen: Wir fahren meist mit dem Fahrrad am Dortmund-Ems Kanal entlang über Grävingholz. Aber es geht auch mit der U-Bahn: Mit der U41 fahrt Ihr bis zur Haltestelle "Waldesruh". Mit dem Auto nehmt Ihr aus der Innenstadt die Evinger Straße Richtung Norden und fahrt ebenfalls bis zu dieser Haltestelle. Direkt hinter einer Fußgängerampel führt dort auf der rechten Seite eines Mehrfamilienhauses ein kleiner Weg in den Wald. Ihr könnt mit dem Auto ein Stück hineinfahren und das Fahrzeug dort abstellen. Dann geht Ihr geradeaus am Rehgehege entlang.

 

Wir kommen hier am liebsten während die Woche hin, dann ist es ruhig im Wald und die Rehe kommen uns näher. Am Sonntag bei dem gutem Wetter war es schon viel los – schön war es aber trotzdem. Das Gehege ist groß, aber nach unserer Erfahrung zeigen sich die Rehe meist nur auf einer Seite: dort, wo auch das Häuschen mit dem Futter steht – also die nördliche Seite. Dort kann man die Tiere normalerweise am besten beobachten. Wenn Ihr Lust habt, könnt ihr die Rehe mit frischen Blättern füttern. Sie freuen sich jedes Mal und die Kiddies freuen sich, wenn sie die nassen Nasen berühren!

 

Nachdem wir genug Zeit bei den Rehen verbracht haben, laufen wir noch eine Runde durch den Wald. Es gibt hier genug zu entdecken: An mehreren Stellen können die Kinder selbst aktiv werden und etwas lernen. Beispielsweise können sie an einer großen Tafel mit Greifvögeln messen, was sie selbst für eine Spannweite haben. Da wir uns Snacks mitgebracht haben, legen wir in einer der Holzhütten im Wald eine kleine Pause ein.

 

Vom Süggelwald aus seid ihr schnell im Grävingholz. Rehe gibt es dort nicht, aber der Wald ist genauso schön. Ab und zu begegnet ihr Reitern und könnt dort bestens wandern. Wir fahren dort gerne mit dem Rad entlang.

 

Wenn wir ausreichend Zeit haben, dann machen wir noch eine kleine Runde nach Brechten. Hier gibt es einen netten Laden für Burger und Tagesgerichte, der auch im Lockdown Essen zum Abholen oder Liefern anbietet (zu unserer großen Übersicht geht es hier): "Eat – das beste aus dem Pott". Das ist DER Hot-Spot in Brechten. Ich kann euch den einfachen Cheeseburger empfehlen. Dieses Mal sind wir aber direkt nach Hause gefahren – über die Alte Kolonie Eving, die denkmalgeschützte Bergarbeitersiedlung.

 

Wenn Ihr mehr Fotos und Videos von unseren Ausflug sehen möchtet, dann schaut in dieser Woche mal in die Storys auf meinem Instagram-Kanal vorbei. Zusätzlich gibt es noch ein paar Tipps zum Fahrradfahren im Winter.

 

Ich wünsche euch alles Liebe und viel Freude dabei, Dortmund zu entdecken!

 

Eure Alexandra