Geschichten aus Dortmund

Menschen aus Dortmund

Wir begegnen Jessica und Florian zum ersten Mal „auf dem Bau“. Die zwei verwirklichen gerade ihren lang gehegten Traum und eröffnen auf der Rheinischen Straße Anfang Juli ihr schwäbisches Restaurant LABSAL – ein mit viel Liebe bedachtes Konzept, dass wir Dir in den nächsten Wochen noch genauer vorstellen. Jessica und Florian sind aber nicht die einzigen, die uns begrüßen. Da ist noch Dante, der fürchterlich aufgeregt ist und ganz neugierig auf uns zu wackelt. Nachdem wir den lustigen Mischlings-Rüden begrüßt haben, schauen wir uns genauer um und merken schnell, hier wird nicht einfach nur gewerkelt, sondern ganz viel Herz investiert.

 

 

Auch wenn es tatsächlich noch einiges zu tun gibt, können wir uns schon jetzt sehr gut vorstellen hier viele Stunde zu verbringen. Die eigens von Jessica gebackene Pfirsich-Rhabarber-Tarte mit einem Hauch von Rosmarin gibt unserer Vorstellungskraft den kleinen Extra-Kick. Jetzt wollen wir aber unbedingt wissen, wie die zwei denn darauf kommen mitten im Pott ein schwäbisches Restaurant zu eröffnen…

 

Florian: „Ja, warum haben wir uns für die schwäbische Küche entschieden? Auch wenn ich voll und ganz in Dortmund angekommen bin, hier gerne lebe und auch erstmal bleibe, gebürtig bin ich aus dem Schwabenland. Der Bezug zur schwäbischen Küche ist für mich also von klein auf da, aber Jessica und ich mögen diese Art der Küche einfach. Ein richtiges schwäbisches Restaurant fehlt allerdings hier in der Region. Wir kennen gute Adressen in Hamburg oder anderen großen Städten, aber eben nicht in Dortmund und Umgebung. Da dachten wir uns, wenn’s uns fehlt, dann geht es anderen vielleicht auch so.“

 

Aus dem Gedanken ist schnell ein Traum geworden und schlussendlich die Motivation diesen Traum zu verwirklichen. Die beiden versuchen ganz getreu dem Motto „Willste haben, gibt’s aber noch nicht – dann mach halt selber!“ zu leben. Etwas Schönes Schaffen, andere daran teilhaben lassen und dafür auch mal ordentlich anpacken. „Ordentlich anpacken“ – das können Jessica und Florian augenscheinlich, denn das Ladenlokal hat sich in den letzten Wochen stark verändert. Wir sitzen vor einer sagenhaften, blumigen Tapetenwand auf einer kleinen Bühne. Hier sollen später immer mal wieder Lesungen stattfinden, Bands und Singer-Songwriter drauf Platz finden. So wie am 24. Juli, da wird BOYTOY zu Gast sein…

 

Jessica: „Darauf freu‘ ich mich, das wird sicherlich ziemlich schön. Wir wollen Dortmunds Angebot - grade was Musik angeht - ergänzen und natürlich auch unser eigenes Konzept auflockern und so für Abwechslung sorgen. In den letzten zwei, drei Jahren hat sich konzerttechnisch einiges getan in der Stadt, durch Events wie Sommer am U oder Orte wie den Rekorder ist Bewegung drin. Wir möchten auch einen Teil dazu beitragen, dass die Stadt musikalisch noch mehr auflebt und ihr Potential nutzt. Überhaupt, in der Stadt passiert so vieles, es gibt so viele kreative Menschen, die für mehr stehen als NUR Bier und Fußball. Dortmund kann so viel mehr und hat so viel mehr. Das merken wir auch hier direkt vor der Tür. Das Unionviertel ist unglaublich vielschichtig und so gar nicht langweilig. Grade jetzt tut sich hier ganz viel, das Viertel lebt auf und verschönert sich, neue Läden machen auf und am U passiert natürlich auch immer was. Das motiviert ungemein. Wir merken, wir passen hier rein mit unserem Lokal und fühlen uns schon jetzt wohl.“

 

Es gibt in der Stadt eben allerhand zu entdecken, sooo viel mehr als nur die City und die bekannten Viertel, das merken die beiden vor allem seitdem sie Dante haben, mit ihm spazieren gehen und Ecken wie das Naturschutzgebiet Bolmke für sich entdecken. Da hat der Vierbeiner, ganz getreu seines berühmten Namensvetters, neue Wege für die zwei bereitet und ist der perfekte Wegbegleiter auf Entdeckungstouren durch Dortmund. "Rausgehen, die Stadt erleben, sich mit lieben Menschen treffen, den Moment auf sich wirken lassen und auch außerhalb der eigenen vier Wände den Wohlfühlmoment haben", erklärt Jessica. "Man erlebt dadurch so viel mehr und kann sich öfter überraschen lassen."