Geschichten aus Dortmund

Menschen aus Dortmund

Peter Schroeder führt nun schon seit 33 Jahren „Das Obstlädchen“ in der Schwerter Straße. Ein wenig abseits vom Stadt Mitte–Trubel, zwischen Aplerbeck, Sölde und der Aplerbecker Mark, direkt neben dem feinen Eislädchen findest Du dieses kleine Laden-Juwel.

Die Auslagen sind mit den tollsten saisonalen und teils regionalen Produkten befüllt. Knackiges Obst ist im Obstlädchen natürlich ein Muss. Exotische Früchte, pralle Beeren, aber auch knallrote Tomaten und jede Menge anderes Gemüse liegen wie gemalt in den Regalen. Und das kommt nicht von ungefähr: als wir das Obstlädchen betreten, macht Herr Schröder „grad‘ noch eben die Zwiebeln wieder schön.“ Herrn Schröder liegt eben besonders die Qualität seiner Produkte am Herzen und entsprechend achtet er auch auf sein Angebot. „Alles andere würde mir keinen Spass machen. Immer nur billig, billig, da geht der Geschmack verloren.“

 

Aber von vorn. Nach der Ausbildung im Einzelhandel und kurzer Zeit als Angestellter einer bekannten Supermarktkette, entdeckte er während eines Spanienurlaubs seine Begeisterung für kleine Geschäfte, die sich spezialisierten, besondere Produkte anboten und sich mit ganz viel Herz bestimmten Themen und nicht der großen Vielfalt widmeten. „Und da hab‘ ich mir gedacht, Mensch, sowas wär‘ doch auch in Dortmund toll. Das wär’s doch. Das kann ich auch!“ Herr Schroeder fackelte nich‘ lang und suchte nach nem schönen Lädchen. Er kennt sich aus in Dortmund, schließlich ist er hier geboren, groß geworden und in all den Jahren der Stadt treu geblieben. „Ja, und da hab‘ ich den Laden hier entdeckt, hab’s mir schön gemacht und seitdem bin ich hier.“

 

Herr Schröder begrüßt während unseres Gesprächs herzlich dortmunderisch seine Kundschaft, preist die tiefroten Erdbeeren an, schwärmt von den italienischen Weintrauben, „das sind doch mal ordentliche Trauben, woll, die schmecken noch richtig nach was, die sind wirklich großartig“ und macht immer wieder die Regale schön. Wir merken schnell, dass das Obstlädchen ohne Herrn Schröder nur das halbe Lädchen wär und fragen, ob er seine Entscheidung je bereut hat. „Nein, überhaupt nicht, das macht mir Spass. Die schönen Produkte machen mir Freude und auch die zufriedene Kundschaft. Sicher, das ist nicht immer einfach, ich bin viel hier im Laden und selten unterwegs in der Stadt. Aber wenn ich nochmal die Entscheidung treffen könnte, … würde ich’s wahrscheinlich wieder tun“, lacht er.

 

Wo geht's denn hin, wenn doch mal Zeit ist, fragen wir. Was sind seine Lieblingsorte? "Ich fahr gern'  hier in der Mark mit dem Mountainbike. Das ist super." Und dann fällt ihm noch ein, dass er es auf dem Westenhellweg total spannend findet. "Da ist immer was los. Und zwischen all den großen Ketten findet man auch eben die kleinen und familiengeführten Geschäfte." fehlt ihm denn was in der Stadt? "Nä! Ich find Dortmund toll so wie es ist. Das ist meine Stadt!"