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Erste Schreber-Erfolge: Nachwuchs im Baum, Beet und Boden

|   Familienzeit

Der Rasen ist saftig-grün, der Weg umrahmt von bunten Blumen und an unseren Apfelbäumen und Erdbeerpflanzen zeigen sich erste Früchte. In der neuen Folge DORTMUNDschrebert lest Ihr, wer von dem wechselhaften Wetter profitiert, über welchen Nachwuchs wir uns freuen und warum uns das WDR-Team besucht.

Vor vier Wochen etwa haben wir unsere Rasenfläche vergrößert. Dafür mussten einige der bisherigen Rosen- und Lavendelsträucher weichen. Und wir mussten uns mit dem hässlichen Bild anfreunden, mitten auf der Wiese einen braunen Schandfleck aus Erde zu haben. Die ausgebuddelte Fläche wurde von uns mit Rasensamen bestreut und regelmäßig gegossen – dabei hat uns das regnerische Wetter in die Karten gespielt. 

Die Herausforderung lag darin, unseren zweijährigen Sohn Fritz davon abzuhalten, drüber zu laufen, denn der Rasen braucht seine Ruhe und Zeit. Doch natürlich ist gerade diese Stelle am spannendsten für ihn – hier wurde schließlich noch vor ein paar Tagen wild gegraben.  
   
Jedenfalls ist in den vergangenen Wochen der Rasen so aus dem Boden geschossen, dass wir uns echt gewundert haben, wie schnell das geht und warum die Leute auf Rollrasen stehen, wenn es doch auch auf die natürliche Art klappt.  

Nachwuchs im Surfshop 

Wir haben aber nicht nur auf dem Boden "Nachwuchs", sondern auch in unserem Vogelhäuschen beziehungsweise im Surfshop: Eine kleine Kohlmeisenfamilie hat sich darin eingenistet und sorgt für Begeisterung bei unserem Nachwuchs-Ornithologen. Ständig steht Fritz vor dem Baum, zeigt mit dem Finger darauf und sagt "Baby… Piep!". Er lauert nur darauf, dass die Kohlmeisen-Mama aus dem Häuschen geflogen kommt, um für ihre Babys auf Futtersuche zu gehen. 
   

Ich bin...
Beate Hassel (36), glücklich verheiratete Ehefrau und Mutter eines zweijährigen Sohnes namens Fritz. In Gelsenkirchen habe ich Journalismus und PR studiert und befinde mich momentan in Elternzeit. Als freie Mitarbeiterin kümmere ich mich bei DORTMUNDahoi um die Familienthemen. Wenn ich gerade nicht in Dortmund bin, findet man mich mit meiner Familie in unserem Van irgendwo am Atlantik – oder besser gesagt, in den Wellen. Denn meine große Leidenschaft ist das Surfen.

   

Es freut uns, dass sich die Vogel-Sippe bei uns so wohl fühlt und wir ihre Gastfamilie sein dürfen. Im Gegensatz zu anderen tierischen Besuchern, die wir in unserem Schrebi bemerken mussten: Wühlmäuse haben nämlich unser Beet umgepflügt. 

Besuch im Beet  

Vor ein paar Wochen hätte ich kein Problem damit gehabt, wenn sich die kleinen Nager bei uns ausgetobt hätten. Doch seit Anfang Mai haben wir nun auch unsere Gemüsepflanzen ins Beet gebracht und ich möchte nicht, dass sich die Mäuse an unserem Gemüse satt essen.  
   
Es war einer der wenigen schönen Sonnentage der vergangenen Wochen und wir wollten und konnten nicht mehr länger warten. Denn die Gurken- und Zucchini-Pflanzen sind an unserem Küchenfenster zu Hause so schnell gewuchert, dass ich schon Angst hatte, sie würden sich bald selbstständig machen und mir den Zutritt zur Küche verwehren.   
   
Die Kartoffeln waren auch schon ausreichend vorgekeimt und bereit, in den Boden gesetzt zu werden. Dazu haben wir Tomaten, Paprika, Peperoni und Brokkoli gepflanzt. Der Pflück- und der Rucolasalat ragen auch schon aus der Erde. Wir sind wirklich gespannt, wie sich die Pflänzchen in den kommenden Wochen so machen, und hoffen, die Wühlmäuse lassen uns noch was übrig.

Erste Erdbeerente steht bevor

Die nächste Ernte steht auch schon bevor: Die Erdbeeren reifen allmählich und wenn sich bald auch das Wetter bessert, sind sie in ein bis zwei Wochen bereit, gepflückt zu werden. Ich kann mir vorstellen, dass Fritz dann im Beet sitzt und sich den Bauch damit voll haut. Hoffentlich bleiben dann noch genug übrig für einen Erdbeerkuchen oder eine leckere Bowle.   

   

In den bisherigen Folgen unserer Serie #DORTMUNDschrebert, hat uns Beate erzählt, wie sie überhaupt an den Schrebergarten gekommen ist, wie sie den Sandkasten und die Matschküche gebaut hat und wodurch erste Konflikte mit der Nachbarin entstanden sind. 

   
Es ist schön zu sehen, wie sich unser Schrebi in den vergangenen Monaten verändert hat, denn der Frühling hat alles bunt und lebendig gemacht. Kleine Maiglöckchen ragen aus den Sträuchern hervor und die Pfingstrosen – meine persönlichen Lieblingsblumen – sind schon hüfthoch in die Luft gewachsen und blühen in voller Pracht. Irgendwie nimmt alles von alleine seinen Lauf und es klappt ohne große Erfahrung und Vorkenntnisse.      

DORTMUNDschrebert im WDR 

Unser Schreber-Debüt hat sogar das Fernsehen neugierig auf uns gemacht: Vor ein paar Wochen habe ich die Anfrage einer Redakteurin vom WDR erhalten. Sie möchten gerne einen Beitrag drehen, über den aktuellen Run auf die Schrebergärten und den Generationswechsel, der dabei aufkommt.  

Und so durften wir vergangene Woche das Fernsehteam in unserem Schrebi begrüßen. Es war spannend, einmal live dabei zu sein und zu sehen, wie so ein Beitrag produziert wird. Natürlich saß nicht alles direkt bei der ersten Aufnahme und viele Einstellungen mussten wiederholt werden. Besonders stolz war ich auf Fritz, der den Dreh wirklich toll mitgemacht und kaum gemeckert hat.  
   
Ob es sich am Ende gelohnt hat, könnt Ihr selbst entscheiden. Der Beitrag wird voraussichtlich am Donnerstag, (27.05.21) in der Lokalzeit beim WDR ausgestrahlt und ist natürlich auch in der Mediathek abrufbar.  

   

Macht mit!
Habt Ihr auch einen Schrebergarten? Dann zeigt uns doch bei Instagram oder Facebook Eure schönsten Bilder und erzählt uns Eure besten Anekdoten aus dem Vereinsleben. Postet Eure Fotos oder Storys mit dem Hashtag #DORTMUNDschrebert, markiert uns oder schickt uns Eure Eindrücke per DM. Ihr könnt uns natürlich auch eine E-Mail schreiben. Wir freuen uns auf Eure Anekdoten!

   

Auch Lust auf einen Schrebergarten bekommen?

Wir haben Euch 15 Kleingartenvereine in unterschiedlichen Lagen in Dortmund aufgelistet. Durch die hohe Nachfrage, kann es zu Wartezeiten bis zu zwei Jahren kommen. Doch anrufen und nachfragen kostet ja bekanntlich nix.  

Innenstadt Nord:
Kleingärtnerverein Hafenwiese e. V. 

Eving:
GV Zur Sonnenseite e.V 

Brechten:  
Gartenverein Brechten e.V. 

Scharnhorst:  
Gartenverein“Im Weidkamp”e.V. 

Brackel:  
Gartenverein In den Westkämpen e.V. 

Wambel:  
Gartenverein "Am Nußbaumweg" e.V. 

Innenstadt-Ost:  
Gartenverein "Zur Lenteninsel" e.V. 

Innenstadt Süd:
GV Bolmketal e.V. 

Aplerbeck:
Gartenverein Fröhliche Morgensonne e.V. 

Hörde:
Gartenverein Am grünen Entenpoth e.V. 

Löttringhausen:
Gartenverein Löttringhausen e.V. 

Marten:
Gartenverein vorm Hasenberg 

Bodelschwingh:
Kleingartenverein Haberlandstraße e.V. 

Barop:
Gartenverein "Zur Quelle" e.V. 

Dorstfeld:
Gartenverein Oberdorstfeld e.V. 

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