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Saisonabschluss: Der Schrebi geht in den Winterschlaf

|   Familienzeit

Das Jahr neigt sich dem Ende zu – und damit auch die Schrebergarten-Saison. Rückwirkend kann Beate auf ein schönes und erntereiches erstes Jahr als Kleingartenbesitzerin blicken, mit vielen besonderen Momenten. In DORTMUNDschrebert zieht sie nun Bilanz und verabschiedet sich in die Winterpause.

Wenn mir vor ein paar Jahren jemand gesagt hätte, du wirst einmal auf Knien im Beet hocken und dir dabei nicht nur die Hände schmutzig machen, hätte ich wohl darüber ungläubig den Kopf geschüttelt. Doch jetzt bin ich hier, in unserem eigenen Schrebergarten, den wir vor knapp einem Jahr von einer liebevollen Dame übernommen und uns geschworen haben, ihren – zugegeben sehr hohen –Standard halten zu wollen.

Unser erstes Jahr im Schrebi

Ein Jahr später blüht es im Garten immer noch – zumindest die letzten übrig gebliebenen Rosen. Die Apfelbäume haben Früchte getragen und das Beet hat uns mit Kartoffeln, Brokkoli und Co. gut versorgt. Und auch wenn nicht alle Rosensträucher geblüht haben, die Sauerkirsche nichts abgeworfen hat und die Himbeeren sich nur verhalten gezeigt haben, sind wir insgesamt sehr zufrieden mit unserer Arbeit.

   

Ich bin...
Beate Hassel (37), glücklich verheiratete Ehefrau und Mutter eines zweijährigen Sohnes namens Fritz. In Gelsenkirchen habe ich Journalismus und PR studiert und befinde mich momentan in Elternzeit. Als freie Mitarbeiterin kümmere ich mich bei DORTMUNDahoi um die Familienthemen. Wenn ich gerade nicht in Dortmund bin, findet man mich mit meiner Familie in unserem Van irgendwo am Atlantik – oder besser gesagt, in den Wellen. Denn meine große Leidenschaft ist das Surfen.

   

Learning by Doing

Als Garten-Laien mussten wir uns erst einmal langsam an das Thema herantasten und uns ausprobieren. Vieles haben wir einfach nach Gefühl gemacht, wie zum Beispiel Unkraut gezupft oder Sträucher und Bäume beschnitten. Aber auch die Fachzeitschrift „Gartenfreund“, die monatlich an Vereinsmitglieder verschickt wird, gab uns viele Tipps und Tricks mit auf den Weg.

Die letzte Ernte für dieses Jahr

So haben wir vor Kurzem noch den Garten winterfest gemacht. Dabei haben wir die letzten verbliebenen Süßkartoffeln aus dem Beet geholt und – wie wir es im Gartenfreund gelesen haben – drei Wochen lang dunkel und kalt gelagert. Denn in dieser Ruhephase wird die Stärke in Zucker umgebaut, sodass die Knolle ihr süßes Aroma bekommt.  

Selbst zu ernten liegt im Trend

Ich kann nur sagen, dass es uns jedes Mal ein wenig stolz macht, unsere selbstangebauten Lebensmittel auf den Teller zu bringen. Kaufen kann ja jeder, doch etwas selbst einzupflanzen, zu warten und zu hoffen, dass etwas daraus wächst, um es am Ende zu ernten und selbst zu genießen, bringt eindeutig mehr Freude!

Das hätte ich nicht erwartet und ich kann jedem nur empfehlen, es einmal auszuprobieren. Dafür braucht es nicht gleich einen Kleingarten. Die ersten Versuche können schon auf der Fensterbank oder auf dem Balkon starten. Urban Gardening liegt im Trend und das völlig zurecht, denn in der heutigen Zeit möchte schließlich jeder wissen, was wir essen und woher die Lebensmittel kommen.

   

In den bisherigen Folgen unserer Serie #DORTMUNDschrebert, hat uns Beate erzählt, wie sie überhaupt an den Schrebergarten gekommen ist, wie sie den Sandkasten und die Matschküche gebaut hat und wodurch erste Konflikte mit der Nachbarin entstanden sind. Außerdem könnt Ihr lesen, was das Kamerateam vom WDR dort zu suchen hatte, was sie gegen die lästigen Schnecken unternommen hat und wie der Garten nach dem Urlaub aussah. 

   

Laub fegen als Gemeinschaftsstunden

Auch unsere Gemeinschaftsstunden haben wir für dieses Jahr abgeleistet. Pro Jahr muss jede Parzelle zwölf Stunden gemeinnützige Vereinsarbeit vorweisen. Da fallen Arbeiten an wie den Gemeinschafts-Rasen zu mähen, den Spielplatz instand zu halten oder das Vereinsheim auf Vordermann zu bringen.

Dieses Mal stand für uns Laubfegen an. Wir trafen uns am Samstagmorgen am Vereinsheim und fegten wild drauf los. Nach drei Stunden Arbeit haben wir leider viel zu wenig vom Ergebnis gesehen, denn es war windig und die Blätter fielen im Sekundentakt von den Bäumen ab. 

Schöne Momente mit dem BVB

Wir hatten viele besondere Momente im Garten. Unsere Laube haben wir uns so gemütlich wie möglich eingerichtet, sodass wir dort auch im Sommer übernachten können.  Die erste Nacht im Garten mit Feuerschale und leuchtendem Stadion im Rücken war schon ganz besonders. Und auch das erste Heimspiel mit Publikum haben wir akustisch perfekt im Garten mitverfolgen können. Unglaublich, wie laut die Fangesänge aus dem Stadion schallen – und das bei nicht einmal vollem Haus! Wenn man dabei auch noch das BVB-Netradio anwirft und Nobby Dickel das Spiel kommentieren hört, ist es fast so, als sei man selbst live dabei.

Unsere private „Skihütte“ 

Jetzt warten wir nur noch, bis das Wasser im Garten abgestellt wird. Dann ist die Saison offiziell beendet. Denn anschließend können wir nicht mal eben das Geschirr abspülen oder die Toilette nutzen. Für diese Zeit werden wir uns aber mit ein paar Wasserkanistern eindecken und die Toilette manuell mit Regenwasser spülen. Denn auch im vergangenen Jahr haben wir die Sonnentage immer wieder im Garten verbracht.

Muckelig eingepackt und die Feuerschale angeworfen, lässt es sich hier auch im Winter noch richtig gut Glühweintrinken und Würstchen auf den Grill werfen. Im Vorjahr sind wir sogar noch in der Bolmke rodeln gewesen und haben uns im Anschluss in der Laube mit heißen Getränken aufgewärmt – es hatte sogar ein bißchen was von einer Skihütte. Nur eben unsere ganz private.

Ich möchte unseren Schrebi nicht mehr missen und freue mich schon jetzt auf die nächste Saison und viele neue Projekte!

   

Macht mit!
Habt Ihr auch einen Schrebergarten? Dann zeigt uns doch bei Instagram oder Facebook Eure schönsten Bilder und erzählt uns Eure besten Anekdoten aus dem Vereinsleben. Postet Eure Fotos oder Storys mit dem Hashtag #DORTMUNDschrebert, markiert uns oder schickt uns Eure Eindrücke per DM. Ihr könnt uns natürlich auch eine E-Mail schreiben. Wir freuen uns auf Eure Anekdoten!

   

Auch Lust auf einen Schrebergarten bekommen?

Wir haben Euch 15 Kleingartenvereine in unterschiedlichen Lagen in Dortmund aufgelistet. Durch die hohe Nachfrage, kann es zu Wartezeiten bis zu zwei Jahren kommen. Doch anrufen und nachfragen kostet ja bekanntlich nix.  

Innenstadt Nord:
Kleingärtnerverein Hafenwiese e. V. 

Eving:
GV Zur Sonnenseite e.V 

Brechten:  
Gartenverein Brechten e.V. 

Scharnhorst:  
Gartenverein“Im Weidkamp”e.V. 

Brackel:  
Gartenverein In den Westkämpen e.V. 

Wambel:  
Gartenverein "Am Nußbaumweg" e.V. 

Innenstadt-Ost:  
Gartenverein "Zur Lenteninsel" e.V. 

Innenstadt Süd:
GV Bolmketal e.V. 

Aplerbeck:
Gartenverein Fröhliche Morgensonne e.V. 

Hörde:
Gartenverein Am grünen Entenpoth e.V. 

Löttringhausen:
Gartenverein Löttringhausen e.V. 

Marten:
Gartenverein vorm Hasenberg 

Bodelschwingh:
Kleingartenverein Haberlandstraße e.V. 

Barop:
Gartenverein "Zur Quelle" e.V. 

Dorstfeld:
Gartenverein Oberdorstfeld e.V. 

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