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Schreber-Alltag bedeutet auch: Konflikte am Zaun

|   Familienzeit

Wenn ein wackeliges Kind auf einen wackligen Zaun trifft, kann das bei der Nachbarin für Schnappatmung sorgen. Wie wir unsere erste Konfliktsituation gelöst haben, wann es für die Gemüsepflanzen Zeit fürs Beet ist und was unsere erste Ernte ist, erfahrt Ihr in der neuen Folge von DORTMUNDschrebert.

Zugegeben, in letzter Zeit erwische ich mich immer wieder dabei, dass ich in fremde Gärten lunze um zu vergleichen: Wie gepflegt ist der Rasen, wie gut blühen die Blumen und Bäume oder wie umfangreich ist das Beet bepflanzt? Gerade beim Gemüsebeet ist Timing alles! 

Todfeind Bodenfrost 

Unser Beet wartet immer noch darauf, bepflanzt zu werden. Doch das Wetter spielt uns aktuell nicht gerade in die Karten. Nächtlicher Bodenfrost ist der Todfeind von Zucchini, Tomate und Co. und solange der kursiert, halten wir die Füße still. Und wie es gerade aus dem Radio schallt, "sind noch keine konstanten Frühlingstemperaturen in Sicht". Also sieht alles danach aus, als müssten wir die berühmten Eisheiligen abwarten und erst ab Mitte Mai loslegen. 

Pflanzen hochziehen 

In den vergangenen Wochen haben wir Gurken, Zucchini, Radieschen und Wassermelone zu Hause in unserem Anzuchtskasten vorgezogen und vor Kurzem eingetopft. Das hat Fritz großen Spaß gemacht, denn da konnte er so richtig schön matschen, die Erde durch die Gegend streuen und den Blumentopf mit Wasser volllaufen lassen, bis die matschige Erde aus dem Topf gequollen kam. Ich hatte danach auch meinen Spaß beim Bodenwischen.  

Matschküche mit Konfliktpotenzial 

Apropos Matsche: Endlich kann der Meisterkoch im Schrebi wild und hemmungslos drauf los matschen. Wieder einmal hat sich Opa Ulli in seiner Arbeit übertroffen und Fritz eine richtig tolle Matschküche gebaut. Als Material hat er, wie schon beim Sandkasten, altes Holz aus einer Palette und unserem ehemaligen Van-Ausbau verwendet.  

   

Ich bin...
Beate Hassel (36), glücklich verheiratete Ehefrau und Mutter eines anderthalbjährigen Sohnes namens Fritz. In Gelsenkirchen habe ich Journalismus und PR studiert und befinde mich momentan in Elternzeit. Als freie Mitarbeiterin kümmere ich mich bei DORTMUNDahoi um die Familienthemen. Wenn ich gerade nicht in Dortmund bin, findet man mich mit meiner Familie in unserem Van irgendwo am Atlantik – oder besser gesagt, in den Wellen. Denn meine große Leidenschaft ist das Surfen.

   

Mein persönliches Highlight ist das Küchenfenster, das er mit einem Windspiel aus gesammelten Muscheln dekoriert hat. Wenn ich da durchgucke, bekomme ich direkt Fernweh und möchte ans Meer. Doch die Realität holt mich schnell wieder ein, denn ich blicke dabei nur auf den Zaun unserer Nachbarin – der zudem bereits für gewisses Konfliktpotenzial gesorgt hat.  

Fritz neuer Lieblingsplatz  

Als wir das Loch für den Sandkasten aushoben, hatten wir bereits mit den kritischen Blicken unserer Nachbarin Bekanntschaft gemacht. Jetzt, wo die Matschküche steht, sind wir davon ausgegangen, dass alles in Ordnung sei und sie beruhigt ist, dass kein Sand in ihrem Garten landet. Doch das Problem liegt scheinbar an dem instabilen Zaun. Denn Fritz hat einen neuen Lieblingsplatz: hinter der Matschküche, direkt am Zaum.  

Als sie ihn dort sitzen sah, hörte ich ihre Schnappatmung direkt rüber schallen. "Er braucht sich nur einmal am Zaun festzuhalten und schon gibt er nach" erklärte sie uns ihre Sorge. Klar, der tapsige kleine Junge kann durchaus mal über seine Schaufel stolpern und in den Zaun fallen. Und wenn das passieren sollte, dann ist das so und wir werden für den Schaden am Zaun aufkommen. Ich hoffe, unsere entspannte Einstellung raubt ihr nicht den Schlaf.      

   

Die ersten beiden Artikel unserer Serie #DORTMUNDschrebert, in denen Beate erzählt, wie sie überhaupt an den Garten gekommen ist, wie sie den Sandkasten gebaut hat und wie die Reaktion der Nachbarin ausfiel, findet Ihr hier

   

Ran an den Rasen 

Im nächsten Schritt möchten wir gerne unsere Rasenfläche vergrößern und haben dafür schon fleißig gebuddelt. Bereits vor einigen Wochen haben wir ein paar Rosensträucher ausgegraben und sie den Schwiegereltern für den Garten mitgegeben. Die Vorbesitzerin unseres Schrebers hatte nämlich eine Leidenschaft für die "Königin der Blumen" und insgesamt 21 Sträucher gepflanzt.  

Optisch ist das natürlich ein Traum, wenn die Rosen in allen Farben blühen. Doch für unseren Sohn sind die Dornen ein Hindernis und nicht selten hat er sich daran schon verletzt. Also musste ein großer Teil der Rosen weg. Dafür gibt es hier bald mehr Platz zum Pöhlen und Fläzen.  

Apfelbäume und Rhabarberkuchen 

Aktuell passiert richtig viel im Schrebi. Ich habe das Gefühl, dass man den Blumen, Sträuchern und Bäumen beim Sprießen zusehen kann. Unsere Apfelbäume tragen Knospen, die Sauerkirsche blüht vor sich hin und der Rhabarber kann schon bald geerntet werden.  

Auch wenn ich kein großer Freund von Rhabarber bin, freue ich mich jetzt schon auf den Kuchen, den meine Mama damit backen wird. Hier besteht übrigens Konfliktpotenzial zwischen Fritz und mir: Wir beide lieben die Baiserhaube und streiten uns darum, wer sie vom Kuchen abknibbeln darf. Mit dem Unterschied, dass dabei keiner von uns Schnappatmung bekommt. 

   

Macht mit!
Habt Ihr auch einen Schrebergarten? Dann zeigt uns doch bei Instagram oder Facebook Eure schönsten Bilder und erzählt uns Eure besten Anekdoten aus dem Vereinsleben. Postet Eure Fotos oder Storys mit dem Hashtag #DORTMUNDschrebert, markiert uns oder schickt uns Eure Eindrücke per DM. Ihr könnt uns natürlich auch eine E-Mail schreiben. Wir freuen uns auf Eure Anekdoten!

   

Auch Lust auf einen Schrebergarten bekommen?

Wir haben Euch 15 Kleingartenvereine in unterschiedlichen Lagen in Dortmund aufgelistet. Durch die hohe Nachfrage, kann es zu Wartezeiten bis zu zwei Jahren kommen. Doch anrufen und nachfragen kostet ja bekanntlich nix.  

Innenstadt Nord:
Kleingärtnerverein Hafenwiese e. V. 

Eving:
GV Zur Sonnenseite e.V 

Brechten:  
Gartenverein Brechten e.V. 

Scharnhorst:  
Gartenverein“Im Weidkamp”e.V. 

Brackel:  
Gartenverein In den Westkämpen e.V. 

Wambel:  
Gartenverein "Am Nußbaumweg" e.V. 

Innenstadt-Ost:  
Gartenverein "Zur Lenteninsel" e.V. 

Innenstadt Süd:
GV Bolmketal e.V. 

Aplerbeck:
Gartenverein Fröhliche Morgensonne e.V. 

Hörde:
Gartenverein Am grünen Entenpoth e.V. 

Löttringhausen:
Gartenverein Löttringhausen e.V. 

Marten:
Gartenverein vorm Hasenberg 

Bodelschwingh:
Kleingartenverein Haberlandstraße e.V. 

Barop:
Gartenverein "Zur Quelle" e.V. 

Dorstfeld:
Gartenverein Oberdorstfeld e.V. 

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