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Unser Schreber-Saisonauftakt: Erste Blüten und viel Gematsche

|   Familienzeit

Die Schrebergartensaison ist eröffnet: DORTMUNDschrebert – und meine Familie und ich auch! Die ersten Blumen blühen, das Beet wartet darauf, bepflanzt zu werden, und wir haben – unter den strengen Blicken der Nachbarin – den Sandkasten aufgestellt. Jetzt müssen nur noch die Temperaturen mitspielen…

Es wird Zeit, dass der Frühling kommt. Auch wenn er laut Kalender schon da ist und wir in der vergangenen Woche eine kleine Kostprobe mit Temperaturen von über 20 Grad genießen durften, fühlt sich der aktuelle Wintereinbruch überhaupt nicht nach Frühling an.  

Doch das kurze Wetterhoch hinterließ bereits eine Blütenpracht in unserem Garten. Neben den Osterglocken, Krokussen und Tulpen blühte auch der Magnolienstrauch in voller Pracht. Innerhalb kürzester Zeit öffneten sich die schönen weißen Blüten der Sonne entgegen und boten uns einen natürlichen Sichtschutz auf unserer Terrasse.   

Wasser da – Saison eröffnet 

Die Schrebergartensaison ist nun offiziell eröffnet, denn wir haben endlich wieder Wasser im Schrebergarten! In den Wintermonaten wird das Wasser abgestellt, damit die Rohre durch den Frost nicht beschädigt werden. Das schränkt natürlich auch ein, denn man kann nicht einfach die Toilettenspülung benutzen oder mal eben Wasser zum Putzen holen.  

In den vergangenen Wochen haben wir aber wieder ein bisschen was in unserem "Schrebi" geschafft. Ich habe es uns vorwiegend in der Laube gemütlich gemacht – mit Vorhängen, einer Garderobe und einer Bücherecke für den Kurzen. Ich bilde mir nämlich ein, er würde sich tatsächlich im Garten auch mal ein Buch angucken und das Wasser in der Regentonne links liegenlassen – mal sehen, ob`s klappt… 

Frischer Anstrich und erste Tacker-Erfahrungen

Auch auf der Terrasse vor der Laube habe ich mich ausgetobt. Die Vorbesitzerin hat uns eine kleine Küchensitzbank hinterlassen, schätzungsweise aus den 60er-Jahren. Diese Bank habe ich mit dem Stoff einer Lacktischdecke in Türkis bezogen. Dafür, dass ich das erste Mal mit einem Tacker hantiert habe, kann sich das Ergebnis sehen lassen. Farblich passend dazu bekam auch ein alter Hocker einen neuen Anstrich.  

Ich bin...
Beate Hassel (36), glücklich verheiratete Ehefrau und Mutter eines anderthalbjährigen Sohnes namens Fritz. In Gelsenkirchen habe ich Journalismus und PR studiert und befinde mich momentan in Elternzeit. Als freie Mitarbeiterin kümmere ich mich bei DORTMUNDahoi um die Familienthemen. Wenn ich gerade nicht in Dortmund bin, findet man mich mit meiner Familie in unserem Van irgendwo am Atlantik – oder besser gesagt, in den Wellen. Denn meine große Leidenschaft ist das Surfen.

Wo ich schon mit Pinsel und Farbe unterwegs war, habe ich auch noch dem Metallgestell über dem Himbeerbeet einen neuen Farbton verpasst: Mintgrün ist es jetzt und das Vorschleifen mit der Hand war eine ganz schöne Maloche. Nächstes Mal bin ich nicht zu faul, mir ein Verlängerungskabel zu holen und die Schleifmaschine zu nutzen. Beim Streichen habe ich übrigens entdeckt, dass die Himbeersträucher auch schon die ersten grünen Blätter bekommen.  

Eine ganz besondere "Fritzbox" 

Unser Sohn Fritz bekam auch endlich seinen "personalisierten" Sandkasten. Bereits im ersten Lockdown, als die Spielplätze geschlossen waren, hat uns mein Schwiegervater einen kleinen Sandkasten für den Balkon gebaut und ihn mit der Aufschrift "Fritzbox" gebrandet. Nach der Light-Version folgte nun die größere Garten-Edition der Fritzbox, die Opa Ulli mühevoll aus den alten Terrassenbrettern von Uropa Ernst gefertigt hat. Upcycling wie aus dem Lehrbuch!

Den ersten Artikel unserer Serie DORTMUNDschrebert, in dem Beate erzählt, wie sie überhaupt an den Garten gekommen ist, welche Hürden sie als erstes nehmen musste und worauf sie sich besonders freut, findet ihr hier

In der Nähe des Nachbarzauns haben wir ein Loch ausgehoben und den Rahmen des Sandkastens dort eingelassen. Als wir anfingen zu buddeln, wurden wir schon kritisch von der Nachbarin beäugt. Ihre Sorge war, dass der Sandkasten zu nah am Zaun steht und so der Sand zu ihr rüber gelangen könnte. Doch als der Sandkasten dann fertig und befüllt war, wurde er auch von unserer strengen Nachbarin abgenommen.  

Fritz findet ihn großartig und baggert dort immerzu den Sand von A nach B. Noch besser aber findet er es, die volle Gießkasse in den Sandkasten zu kippen, um dann mit der Matsche zu spielen. Ein Glück, dass der Opa auch eine Matschküche gebaut hat, die schon in den Startlöchern steht und bald einziehen darf.   

Frühbeet bepflanzt – Rest muss noch warten 

Da wir noch den aktuellen Kälteeinbruch abwarten wollen, haben wir uns dazu entschieden, vorerst nur das Frühbeet zu bepflanzen. Das liegt unter einem Apfelbaum und schützt die Pflanzen durch sein Glasgehäuse vor dem Frost. Dort haben wir bislang nur ein paar selbst hochgezogene Kräuter wie Basilikum, Schnittlauch, Dill und Thymian gepflanzt.  

Unser Nachwuchsgärtner Fritz hat auch schon die ersten Samen in einem Anzuchtkasten gesät. Darin sprießen bereits die ersten Gurken-, Zucchini- und Radieschen-Pflanzen. Beim jüngsten Besuch des Dortmunder Wochenmarkts haben wir uns ein paar Tomaten- und Chillipflanzen gekauft sowie Kartoffeln vom Bauern mitgenommen. Die Kartoffeln lagern nun in Eierkartons an einem schattigen Platz, damit sie anfangen zu keimen. Sobald sie die ersten Wurzeln bekommen, sind sie bereit für die Erde.  

Zum Glück haben meine fleißigen Jungs das Beet sorgfältig umgepflügt. Sobald es endlich wärmer wird, kann es losgehen. Ich kann es kaum erwarten und nehme Euch selbstverständlich wieder mit – in meinen Schreber…  

Macht mit!
Habt ihr auch einen Schrebergarten? Dann zeigt uns doch bei Instagram oder Facebook Eure schönsten Bilder und erzählt uns Eure besten Anekdoten aus dem Vereinsleben. Postet Eure Fotos oder Storys mit dem Hashtag #DORTMUNDschrebert, markiert uns oder schickt uns Eure Eindrücke per DM. Ihr könnt uns natürlich auch eine E-Mail schreiben. Wir freuen uns auf Eure Anekdoten!

   

Auch Lust auf einen Schrebergarten bekommen?

Wir haben Euch 15 Kleingartenvereine in unterschiedlichen Lagen in Dortmund aufgelistet. Durch die hohe Nachfrage, kann es zu Wartezeiten bis zu zwei Jahren kommen. Doch anrufen und nachfragen kostet ja bekanntlich nix.  

Innenstadt Nord:
Kleingärtnerverein Hafenwiese e. V. 

Eving:
GV Zur Sonnenseite e.V 

Brechten:  
Gartenverein Brechten e.V. 

Scharnhorst:  
Gartenverein“Im Weidkamp”e.V. 

Brackel:  
Gartenverein In den Westkämpen e.V. 

Wambel:  
Gartenverein "Am Nußbaumweg" e.V. 

Innenstadt-Ost:  
Gartenverein "Zur Lenteninsel" e.V. 

Innenstadt Süd:
GV Bolmketal e.V. 

Aplerbeck:
Gartenverein Fröhliche Morgensonne e.V. 

Hörde:
Gartenverein Am grünen Entenpoth e.V. 

Löttringhausen:
Gartenverein Löttringhausen e.V. 

Marten:
Gartenverein vorm Hasenberg 

Bodelschwingh:
Kleingartenverein Haberlandstraße e.V. 

Barop:
Gartenverein "Zur Quelle" e.V. 

Dorstfeld:
Gartenverein Oberdorstfeld e.V. 

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