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Viele Tipps: So schön ist Campingurlaub mit Kids

|   Familienzeit

Der Urlaub steht vor der Tür und für viele geht es raus auf den Campingplatz – egal ob mit Zelt, Wohnwagen oder Bulli. Als Familie mit Kind ist für uns ein Campingurlaub perfekt, um viel Zeit in der Natur zu verbringen. Was ins Gepäck muss und wo es schöne Plätze in der Nähe gibt, lest Ihr hier.

Camping ist nicht nur Urlaub. Camping ist ein Lebensgefühl. Nicht erst seit Corona ist diese Form von Urlaub sehr beliebt geworden. Das Besondere daran ist die Verbundenheit mit der Natur. Draußen zu Hause zu sein und die Möglichkeit zu haben, jeden Tag woanders aufzuwachen.  

Im Campingurlaub könnt Ihr die Familienzeit sehr intensiv gestalten und den Nachwuchs in die Alltagssituationen einbinden: Denn im Gegensatz zu Hotelurlauben steht hier Kochen, Spülen und Aufräumen auch auf der Tagesordnung – und jeder muss mithelfen. Dafür spielt sich aber alles draußen an der frischen Luft ab und ist somit viel spannender als zu Hause.  
   

Ich bin...
Beate Hassel (36), glücklich verheiratete Ehefrau und Mutter eines zweijährigen Sohnes namens Fritz. In Gelsenkirchen habe ich Journalismus und PR studiert und befinde mich momentan in Elternzeit. Als freie Mitarbeiterin kümmere ich mich bei DORTMUNDahoi um die Familienthemen. Wenn ich gerade nicht in Dortmund bin, findet man mich mit meiner Familie in unserem Van irgendwo am Atlantik – oder besser gesagt, in den Wellen. Denn meine große Leidenschaft ist das Surfen.

   
Persönliche Campingerfahrung 

Auch für mich persönlich ist Camping die schönste Urlaubsart. Vor sechs Jahren habe ich dank meines Ehemannes Moritz das Camperleben kennengelernt. Damals waren wir noch zu zweit mit einem Renault Kangoo unterwegs, dessen Rückbank sich für die Übernachtungen umbauen ließ. Meist gingen unsere Reisen an den Atlantik, da wir beide gerne surfen und der Ozean die passenden Wellen dafür liefert. 

Vor vier Jahren haben wir uns dann für ein Upgrade entschieden und uns einen 10 Jahre alten VW T5 gekauft. In seinem früheren Leben war Boris – wie wir ihn tauften – ein Garten- und Landschaftsbauer. Als er in Rente geschickt wurde, mussten wir ihn erstmal aufpäppeln und gefühlt eine Tonne Muttererde aus ihm heraus schaufeln. Wir bauten ihn fast ein halbes Jahr selbst aus und richteten ihn ganz nach unserem Geschmack ein. Dabei haben wir uns für eine Rückbank mit Schlaffunktion entschieden, denn wir wussten, dass Boris später einmal auch als Familienkutsche dienen wird.  

Elternzeit am Atlantik

Seit zwei Jahren haben wir ein drittes Crewmitglied an Bord: Sohnemann Fritz. Schon mit zarten drei Wochen war Fritz in seinem ersten Campingurlaub. Wir sind für ein Wochenende nach Edam gefahren und hatten dabei die Gewissheit, eine Hebamme auf dem Campingplatz zu haben, denn Moritz Tante ist vom Fach und war zum gleichen Zeitpunkt vor Ort. Das hat uns in der Situation entspannt. Es war eine tolle Erfahrung und wir haben gemerkt, dass die Campingnummer auch mit Baby gut funktioniert.  

Im vergangenen Jahr haben wir dann die Elternzeit dafür genutzt, eine längere Zeit am Stück mit dem Van unterwegs zu sein. Insgesamt waren es sieben Wochen. Wir sind die Atlantikküste entlanggefahren: von Frankreich über Spanien bis nach Portugal an die Algarve. Dabei haben wir viele Campingplätze besucht und einige Erfahrungen gesammelt, die ich gerne an dieser Stelle teilen möchte. 

Das solltet Ihr einpacken bzw. darauf solltet Ihr beim Campen achten:  

   
Regenkleidung:

Gerade für Kinder spielt das Wetter häufig keine Rolle – Hauptsache raus! Wenn es morgens noch frisch und der Rasen vom Tau feucht ist, sind Gummistiefel die beste Lösung, um die Füße trocken zu halten. Matschhose und Regenjacke bieten Schutz auch an Regentagen. 
   
Mückenschutz: 
Mückensprays sind wichtig, um sich und seine Kinder vor den lästigen Stichen zu schützen. Besonders Kinder kratzen an den Mückenstichen gerne mal unkontrolliert rum, was im schlimmsten Fall zu schmerzhaften Entzündungen führen kann. Wenn man abends draußen sitzt, sind Citronella-Kerzen auch eine gute Möglichkeit, die fiesen Stechmücken fernzuhalten. Die Duftstoffe von Lavendel-, Tomaten- oder Zitronenmelisse-Pflanzen sind natürliche Mittel gegen Mücken – so ein Pflänzchen im Van zu haben hat also nicht nur einen dekorativen Zweck. 
   
Reiseapotheke: 
Kinder holen sich beim Spielen im Wasser schnell mal einen Schnupfen und erkälten sich, daher ist eine gut sortierte Reiseapotheke sehr wichtig. Folgende Mittel sind bei uns immer im Gepäck: Thermometer, Pflaster, Nasenspray, Fieberzäpfchen, Hustensaft, Arnica, Fenistil, Imodium, Paracetamol.
   
Sonnenschutz: 
Sonnenmilch und Kopfbedeckung sollten im Gepäck nicht fehlen – sowohl für Kinder als auch Erwachsene. Für kleine Wasserratten und Strandbuddler empfiehlt es sich auch ein UV-Shirt einzupacken.

Mütze, Halstuch:
Am Meer oder in den Bergen kann es schon mal frisch und windig werden.  
   
Kuscheldecke: 
Nicht nur wenn es kühl wird, ist es schön sich in die Lieblingsdecke einzumummeln. Auch wenn die Kleinen einen Anflug von Heimweh bekommen, spendet sie Wärme und bringt den vertrauten Geruch von zu Hause mit. 

Nachtlicht, Taschenlampe: 
Es gibt Campingplätze, die nachts nicht besonders gut ausgeleuchtet sind. Wenn dann das Bedürfnis aufkommt, das stille Örtchen aufzusuchen, ist es immer gut, eine Taschenlampe zur Hand zu haben. Zudem ist ein Nachtlicht praktisch, um sich im Dunklen im Van zurechtzufinden.

Sandspielzeug: 
Ein Must-have für Strandtage, denn Sandburgen bauen macht am Meer besonders viel Spaß! 

Schlappen, Hausschuhe:
Warum nicht auch im Urlaub wie zu Hause fühlen? Einfach die Hausschuhe oder Lieblingsschlappen einpacken und den Füßen die wohlverdiente Entspannung gönnen.   

Fahrräder:
Sind praktisch, um sich im Ort oder auf dem Campingplatz fortbewegen zu können und morgens frische Brötchen oder Croissants vom Dorfbäcker zu besorgen. 

Besteck & Geschirr:
Ich finde es besser, nicht zuviel mitzunehmen – höchstens für zwei Personen mehr. Das reduziert Gepäck und "zwingt" einen dazu, regelmäßig zu spülen.  

Unterhaltung für die Fahrt: 
"Wann sind wir endlich da?" – um diese Frage nicht alle 10 Minuten hören zu müssen ist es wichtig, den Kindern Entertainment zu bieten. Bücher, Malzubehör, Spielzeug, Hörbücher und auch ein Tablet können da lange Fahrten entspannter machen. Es empfiehlt sich auch, das Lieblingsmärchen vorab zu Hause auf das Tablet zu laden, denn die Netzverbindung auf der Autobahn ist nicht immer gut genug, um zu streamen.  

Proviant: 
Keine lange Autofahrt ohne passende Snacks: Dazu gehören geschmierte Stullen, Obst und Kekse. Natürlich dürfen Getränke wie Wasser, Limo oder Kaffee (für den/die Fahrer*innen) nicht fehlen. 

Zwischenstopps:
Für lange Strecken empfiehlt es sich immer, schöne Zwischenstopps einzulegen. Raststätten mit Grünflächen oder Spielplätzen bieten sich an, damit die Kinder auch ihren Auslauf bekommen und sich bewegen können. 
   

Wer auch gerne einmal das Campen ausprobieren möchte, muss nicht gleich weit wegfahren. Es gibt schöne Campingplätze in Dortmund und Umgebung, die sich für einen Kurztrip übers Wochenende oder einen Testlauf prima eignen:  

Campingplatz Hohensyburg 
Schöne ruhige Lage an der Ruhr und Lennemündung, mit Stell- und Zeltplatz sowie der Möglichkeit, im "Campingfass" zu übernachten.  

Campingplatz am Ternscher See  
Idyllische Lage direkt am See in Selm. Neben den Stellplätzen für Caravane und Zelte könnt Ihr hier auch Safariezelte und Ferienhäuser mieten.  

Naturpott Borkenberge 
Ein schöner Campingplatz mit Ruhrpott-Charme unweit des Silbersees. Hier gibt es ein Naturbad, welches sich sehen lassen kann, und einen Spielplatz mit einem Förderturm als Klettergerüst. Neben Stell- und Zeltplatz gibt es auch Glampingzelte zu mieten. Das sind feststehende Zelte mit Vollausstattung.  

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