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Zurück im Schrebi: Ein Dschungel voller Kürbisse

|   Familienzeit

Nach dem Urlaub wartete auf Beate und ihre Familie viel Arbeit im Garten. Das Gemüsebeet wucherte aus und brachte eine dicke Ernte. Lest im neuen Teil von DORTMUNDschrebert, was bei den Hobby-Gärtnern nun auf den Teller kommt und was der Wandel im Kleingartenverein mit sich bringt.

In einer Sache sind wir uns alle einig: Dieser Sommer ist nix! Zu viel Regen, Wind und nur mäßige Temperaturen sind schuld daran, dass wir bisher nicht so viel Zeit im Schrebi verbracht haben, wie wir es uns gewünscht hätten. Und so haben wir die Flucht ergriffen und uns drei Wochen nach Südfrankreich an die Atlantikküste verzogen. Endlich mal wieder Sonne, Strand und Meer.

Urlaubsvertretung im Garten 

In unserer Abwesenheit haben meine Mutter und unsere Freundin Sarah dafür gesorgt, dass das Beet und unsere Pflanzen immer gut bewässert wurden. Naja, sagen wir mal, sie haben dabei tatkräftige Unterstützung von oben bekommen. Viel Regen und schwülwarme Temperaturen haben dafür gesorgt, dass unser Garten zugewuchert ist und sich zu einem wahren Eldorado für Schnecken entwickelt hat.

   

 

Ich bin...
Beate Hassel (36), glücklich verheiratete Ehefrau und Mutter eines zweijährigen Sohnes namens Fritz. In Gelsenkirchen habe ich Journalismus und PR studiert und befinde mich momentan in Elternzeit. Als freie Mitarbeiterin kümmere ich mich bei DORTMUNDahoi um die Familienthemen. Wenn ich gerade nicht in Dortmund bin, findet man mich mit meiner Familie in unserem Van irgendwo am Atlantik – oder besser gesagt, in den Wellen. Denn meine große Leidenschaft ist das Surfen.

   

Ankunft im Dschungel

Als wir nach dem Urlaub zum ersten Mal den Schrebi betraten, kamen wir uns vor wie im Dschungel. Im Beet waren die Zucchini- und Kürbis-Pflanzen fast auf einen Meter hochgeschossen. Wie praktisch, dass mein Mann Moritz zum Geburtstag eine Machete geschenkt bekommen hatte. Fast wie John Rambo bahnte er uns den Weg durch das Beet frei.

Monster-Zucchini und Kürbis-Invasion

Unter den Blättern entdeckten wir jede Menge reifer Hokkaido-Kürbisse und Monster-Zucchini, die zum Teil einen halben Meter groß waren. Anscheinend wachsen sie einfach weiter, wenn man sie nicht von der Pflanze löst. Und auch die Kürbisse haben sich im ganzen Beet breitgemacht, sodass sie den anderen Pflanzen den Platz und das Licht nehmen – fast wie eine Kürbis-Invasion. Ich hatte gedacht, die kommen erst im Herbst?!

Mahnende Worte der Vorbesitzerin

Das alles sind Lehren für uns Garten-Neulinge, die wir im nächsten Jahr berücksichtigen werden. Ich erinnere mich noch an die Worte der Vorbesitzerin, als sie uns damals im Urlaub angerufen hat, um uns mitzuteilen, dass sie den Schrebergarten abgibt: „Genießen Sie noch den Urlaub! Wenn Sie erst mal den Garten haben, haben Sie keine Zeit mehr, in den Urlaub zu fahren.“ Jetzt wissen wir, was sie meinte: Hier gibt es immer etwas zu tun!

   

 

In den bisherigen Folgen unserer Serie #DORTMUNDschrebert, hat uns Beate erzählt, wie sie überhaupt an den Schrebergarten gekommen ist, wie sie den Sandkasten und die Matschküche gebaut hat und wodurch erste Konflikte mit der Nachbarin entstanden sind. Außerdem könnt Ihr lesen, was das Kamerateam vom WDR dort zu suchen hatte und was sie gegen die lästigen Schnecken unternommen hat. 

   

Dicke Ernte

Und so ernteten wir fleißig neben Kürbissen und Zucchini auch Gurken, erste Kartoffeln und Brokkoli. Ich bin schon sehr gespannt auf die Süßkartoffeln, die gerade anfangen zu blühen und danach ausgegraben werden können. Es macht richtig Spaß, mit vollen Gemüsekisten nach Hause zu gehen und zu wissen, dass alles aus dem eigenen Garten kommt und frei ist von Pestiziden.

Der Unterschied zum Supermarkt

Besonders bei den Kartoffeln haben wir einen deutlichen Unterschied gesehen und geschmeckt. Im Gegensatz zu den Knollen aus dem Supermarkt haben unsere Kartoffeln eine kräftig gelbe Farbe und einen intensiven Geschmack. Auch der Kürbis schmeckt super und lässt sich in vielen Varianten zubereiten. Ob im Risotto, aus dem Ofen oder als Süppchen mit Kokosmilch – bisher kommt er uns noch nicht aus den Ohren raus.

Johannisbeermarmelade und Apfelkuchen

Wovon wir aber mehr als genug hatten, sind Johannisbeeren. Unsere drei Sträucher haben uns die kleinen roten Beeren kiloweise abgeworfen. Wir haben viel genascht und Marmelade daraus gekocht, den Rest haben wir an Freunde und Familie verteilt.

Gleiches steht bei unseren Äpfeln an, die nun kräftig rot geworden sind und gepflückt werden müssen. Die Äpfel sind im Garten ein perfekter Snack zwischendurch und werden besonders gern von Fritz verdrückt. Wie schön ist es bitte, sich einen Apfel vom Baum zu schnappen, ihn an der Hose abzuwischen und beherzt reinzubeißen? Vor ein paar Tagen habe ich auch einen Kuchen daraus gebacken, der supersaftig war und leckeren Streusel obendrauf hatte.  

   

 

Bock auf Apfelkuchen? 
Wenn Ihr auch auf den Geschmack gekommen seid und Lust auf einen Apfelkuchen bekommen habt, findet Ihr hier das Rezept von einfachbacken.de, nach dem Beate ihren Kuchen gebacken hat. Extra-Tipp: Die Anzahl der frischen Äpfel halbieren und durch Apfelmark ersetzen - so wird' s noch saftiger! 


Der Verein im Wandel
   

Auch wenn es viel Arbeit ist, die im Schrebi für uns anfällt, so ist es immer eine Freude zu sehen, wenn sie auch wirklich „Früchte trägt“. Unser Lieblingsgemüse nicht mehr im Supermarkt kaufen zu müssen, ist schon ein Privileg, auf das wir stolz sein können.

Und dass der Trend zur Selbstversorgung weiterhin besteht, merken wir auch am stetigen Wandel in unserem Kleingartenverein: Es ziehen immer mehr junge Familien ein, die Bock darauf haben zu gärtnern und Beete zu pflanzen. Dieses Bewusstsein für Nachhaltigkeit unseren Kindern weiterzugeben, halte ich für wichtig: ihnen deutlich zu machen, dass der Brokkoli nicht im Supermarkt wächst und aus der Folie kommt.

   

 

Macht mit!
Habt Ihr auch einen Schrebergarten? Dann zeigt uns doch bei Instagram oder Facebook Eure schönsten Bilder und erzählt uns Eure besten Anekdoten aus dem Vereinsleben. Postet Eure Fotos oder Storys mit dem Hashtag #DORTMUNDschrebert, markiert uns oder schickt uns Eure Eindrücke per DM. Ihr könnt uns natürlich auch eine E-Mail schreiben. Wir freuen uns auf Eure Anekdoten!

   

Auch Lust auf einen Schrebergarten bekommen?

Wir haben Euch 15 Kleingartenvereine in unterschiedlichen Lagen in Dortmund aufgelistet. Durch die hohe Nachfrage, kann es zu Wartezeiten bis zu zwei Jahren kommen. Doch anrufen und nachfragen kostet ja bekanntlich nix.  

Innenstadt Nord:
Kleingärtnerverein Hafenwiese e. V. 

Eving:
GV Zur Sonnenseite e.V 

Brechten:  
Gartenverein Brechten e.V. 

Scharnhorst:  
Gartenverein“Im Weidkamp”e.V. 

Brackel:  
Gartenverein In den Westkämpen e.V. 

Wambel:  
Gartenverein "Am Nußbaumweg" e.V. 

Innenstadt-Ost:  
Gartenverein "Zur Lenteninsel" e.V. 

Innenstadt Süd:
GV Bolmketal e.V. 

Aplerbeck:
Gartenverein Fröhliche Morgensonne e.V. 

Hörde:
Gartenverein Am grünen Entenpoth e.V. 

Löttringhausen:
Gartenverein Löttringhausen e.V. 

Marten:
Gartenverein vorm Hasenberg 

Bodelschwingh:
Kleingartenverein Haberlandstraße e.V. 

Barop:
Gartenverein "Zur Quelle" e.V. 

Dorstfeld:
Gartenverein Oberdorstfeld e.V. 

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