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„Dortmund am Tresen“: Die Historikerin Alexandra Apfelbaum

|   Stadtgespräche

Bei der zweiten Folge unseres Podcasts „Dortmund am Tresen“ war die Architektur-Historikerin Alexandra Apfelbaum zu Gast. Demnach ging es um schöne und scheußliche Gebäude, um freie Räume, unsere verplante Innenstadt und den Blick nach oben. Hier gibt es den Video-Mitschnitt aus dem Schlips.

(Die Audiospur im Video ist leider ein wenig leise – wir bitten, das zu entschuldigen.)

„Dortmund am Tresen – Der Kneipen-Podcast“ ist das neue Format von DORTMUNDahoi und Dortmunder Kronen.

Das Format: 
Eine Theke, zwei Gastgeber und eine Fülle außergewöhnlicher Geschichten – einmal im Monat laden sich Björn Jung (Schauspieler, Komiker, Hörspielsprecher und Theaterproduzent) und Moritz Bergmann (freier Autor und Erfinder von „Dortmunderisch“) eine*n interessante*n Gesprächspartner*in aus unserer Stadt ein, samt Begleitung. Zu viert werden dann am Tresen 45 Minuten lang Anekdoten geklopft, Geschichten erzählt und Fragen beantwortet. Jedoch eher beim Würfelspiel als von vorbereiteten Karten abgelesen. Denn im lockeren Plausch geht es um Spontanität und Schlagfertigkeit – sowie natürlich um den Genuss eines frisch gezapften Stößchens.

Die aktuelle Folge: 
"DER PARK" ist ein wunderschön gestalteter (Bild-)Band über den Westfalenpark aus architektonischer Sicht mit historischen und aktuellen Aufnahmen sowie Beiträgen bekannter Persönlichkeiten aus Dortmund – teilweise fachlich, aber auch mit Erinnerungen, Anekdoten und Gedichten. Herausgebracht hat ihn im Juni 2021 Prof. Dr. Alexandra Apfelbaum gemeinsam mit dem Grafik-Designer Alexander Bayer. Die Grundidee lautete: "Es kann bestimmt jeder in Dortmund eine Geschichte zum Westfalenpark erzählen", so die Architektur- und Kunsthistorikerin. Ihr Schwerpunkt ist Nachkriegsarchitektur – "also das, was alle scheußlich und hässlich finden und was immer weg muss", erklärt sie lachend. Als gebürtige Vollblut-Dortmunderin aus Huckarde hat sie noch mal einen ganz besonderen Blick auf unsere Stadt, den sie gerne mit uns teilt: Am Sonntag, 21. November, war sie zusammen mit Jan Wittkamp von Dortmund Kreativ bei uns im Schlips zu Gast, aus dem wir im Video-Livestream gesendet haben. "Stadt ist Kommunikation und Begegnung, Shoppen ist nachgeordnet – aber das hat sich total verschoben: Die Innenstädte sehen alle gleich aus", erklärt sie und bemängelt, dass es abgesehen von der Gastronomie zu wenig Orte gibt, an denen sich die Menschen aufhalten können: "Es gibt überhaupt keinen Platz, wo ich mich einfach mal mit meiner Omma hinsetzen kann", sagt sie beispielsweise. Was ihrer Meinung nach das Grundproblem der City ist, wie es anders aussehen könnte und warum mehr Menschen beim Shoppen den Blick nach oben richten sollten, das und mehr erfahrt ihr im Video-Mitschnitt – klickt rein! Dem Westfalenpark hatten Moritz und Björn übrigens in einer vorherigen Podcast-Staffel bereits einen Besuch abgestattet, wie ihr hier hören könnt.

Die nächste Folge: 
Für die nächste Folge haben sich Björn und Moritz Sascha Bisley eingeladen. Als junger Mann hat er im Alkohol- und Gewaltrausch einen Obdachlosen so schwer verletzt, dass dieser an den Spätfolgen starb. Bisley musste in den Knast – der Wendepunkt im Leben des gebürtigen Sauerländers. Seit einigen Jahren schon hält er Lesungen, Diskussionsrunden und Kurse zum Thema "Gewaltprävention" in Schulen, Jugendzentren, Gefängnissen und kulturellen Einrichtungen. Als volltättowierter Piercer ist er in Dortmund bekannt wie ein bunter Hund.

Die erste Folge: Zum Auftakt der Reihe war die Kabarettistin Lioba Albus zu Gast – bekannt unter anderem aus dem WDR. Im Radio hat die gebürtige Sauerländerin neben Harald Schmidt, Elke Heidenreich und anderen die Sendung „Unterhaltung am Wochenende“ moderiert. Zudem stehen insgesamt 13 Soloprogramme in der Vita der Romanautorin, die ihre Herkunft beschreibt mit den Worten „Vatta Schneider, Mutter gebärend“. Mitgebracht hat sie ihren alten Freund Günter „Ganter“ Rückert, der aus ihrer Sicht für alles steht, was die Kabarettistin am Ruhrgebiet klasse findet. Was das genau ist? Seid gespannt und hört rein in dieses unterhaltsame Gespräch über „brechend volle“ Kneipen mit Speibecken, über städtischen Größenwahn und die Probleme lokaler Kultur. Und erfahrt wie Lioba rausfand, dass Stößchen nichts mit Sex zu tun haben. Hier geht es zur ersten Folge.

   

Macht mit!
Habt Ihr auch einen Tresen, an dem Ihr Euch besonders wohl fühlt? Dann zeigt es uns und allen anderen bei Instagram und Facebook: Postet Eure Fotos oder Storys mit den Hashtags #DORTMUNDahoi und #DortmundAmTresen, markiert uns oder schickt uns Eure Eindrücke per DM. Ihr könnt uns natürlich auch eine E-Mail schreiben. Wir freuen uns auf Eure Impressionen!

   

Noch mehr Lust auf Podcast? Björn und Moritz haben für uns Streifzüge durch Dortmunder Viertel und Parks unternommen und mit dem Mikro festgehalten. Auf ihren akustischen Stadtrundgängen melden sich die Beiden mit lockerem Wissen und unterhaltsamen Anekdoten zu den jeweiligen Schauplätzen und Sehenswürdigkeiten – perfekt für Touristen und Frisch-Zugezogene. Doch auch Ur-Dortmunder*innen werden Neues entdecken. Alle Folgen der beiden Staffeln von #DortmundZumHören findet Ihr hier!

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